Deutsche Inflation im Februar auf 2,0 Prozent bestätigt
Das Statistische Bundesamt bestätigt den leichten Rückgang der Teuerungsrate gegenüber dem Vormonat.

Die Inflation in Deutschland hat sich im Februar 2025 leicht abgekühlt. Das Statistische Bundesamt bestätigte am Mittwoch eine Jahresinflationsrate von 2,0 Prozent – gemessen am Harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI), der den europaweiten Vergleich ermöglicht. Im Januar hatte die Rate noch bei 2,1 Prozent gelegen.
Der HVPI dient der Europäischen Union als einheitliche Messgröße, um die Preisentwicklung in den Mitgliedstaaten vergleichbar zu machen. Er weicht methodisch leicht vom nationalen Verbraucherpreisindex ab, den das Statistische Bundesamt ebenfalls regelmäßig veröffentlicht. Die jetzt veröffentlichten Zahlen bestätigen die bereits im Vormonat veröffentlichten Schnellschätzungen.
Inflation nähert sich EZB-Zielmarke
Mit einer Teuerungsrate von genau 2,0 Prozent liegt Deutschland damit exakt auf der Zielmarke der Europäischen Zentralbank (EZB). Die Notenbank strebt mittelfristig eine Inflationsrate von 2,0 Prozent im Euroraum an. Eine stabile Teuerung auf diesem Niveau gilt als Zeichen für ein ausgewogenes Preisniveau.
Im internationalen Vergleich zeigt sich ein gemischtes Bild: In den USA stiegen die Verbraucherpreise im Februar um 2,4 Prozent im Jahresvergleich – und entsprachen damit den Markterwartungen. Deutschland liegt damit deutlich unter dem US-Niveau, was auf unterschiedliche konjunkturelle Dynamiken in beiden Volkswirtschaften hindeutet.
Detailliertere Aufschlüsselungen der Preisentwicklung nach Kategorien – etwa Energie, Nahrungsmittel oder Dienstleistungen – stellt das Statistische Bundesamt auf seiner Website zur Verfügung. Diese Daten sind für Ökonomen und Anleger relevant, um Rückschlüsse auf die künftige Geldpolitik der EZB zu ziehen.
