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Banken fordern Geld von geprellten Immobilienkäufern

Schweizer Anleger kämpfen gegen Kreditschulden für nie gebaute Wohnungen

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Banken fordern Geld von geprellten Immobilienkäufern

In der Schweiz sehen sich zahlreiche mutmaßliche Betrugsopfer rechtlichen Forderungen durch deutsche Volksbanken ausgesetzt. Hintergrund ist ein groß angelegter Immobilienvertrieb der BG Business Group aus Cham im Kanton Zug. Zwischen 2017 und 2021 hatten Schweizer Anleger Wohnungen in Süddeutschland erworben, die jedoch nie gebaut wurden. Die BG Business Group vermittelte für diese Projekte Finanzierungen durch mehrere Volksbanken, darunter die Volksbank Krautheim, die Volksbank Rhein-Wehra, die Gestalterbank und die Volksbank Konstanz. Während die BG Business Group mittlerweile insolvent ist und die Staatsanwaltschaft Stuttgart Ermittlungen wegen Betrugs eingeleitet hat, fordern die Banken nun die Rückzahlung der Kredite von den Anlegern ein.

Die betroffenen Wohnungskäufer hatten oftmals 100-Prozent-Finanzierungen abgeschlossen und geraten nun zunehmend in finanzielle Not. Viele stehen vor dem Ruin, da die gekauften Wohnungen nicht existieren und ihre finanziellen Mittel aufgebraucht sind. Einige Banken haben gerichtliche Mahnverfahren eingeleitet, um die Forderungen durchzusetzen. Schweizer Gerichte haben den Banken in mehreren Fällen Recht gegeben, was dazu führte, dass Anleger erhebliche Summen inklusive hoher Zinsen zahlen mussten. Zwei Familien seien dadurch auf das Existenzminimum reduziert worden.

Eine Sprecherin der Volksbank Konstanz erklärte, dass individuelle Lösungen für betroffene Kunden angeboten würden, dies jedoch die Kooperation der Kunden voraussetze. Andernfalls würden rechtliche Schritte eingeleitet. Auch die Gestalterbank und die Volksbank Rhein-Wehra, die den Großteil der Finanzierungen ausgereicht haben, äußerten sich nicht detailliert zu den Vorwürfen und beriefen sich auf das Bankgeheimnis. In mehreren Grundbüchern der betroffenen Immobilienprojekte stehen Grundschulden in Höhe von über 45 Millionen Euro.

Eine weitere Herausforderung stellt die Absicherung der Kredite durch Bürgschaften großer Versicherer dar. Diese verweigern in einigen Fällen die Auszahlung, wodurch die betroffenen Anleger unter Druck geraten. Die Banken fordern ihre Kunden auf, rechtlich gegen die Versicherer vorzugehen und drohen bei Nichtkooperation mit der Kündigung der Geschäftsbeziehungen.

Kritik an den Volksbanken wächst, da sie trotz Warnsignalen eng mit der BG Business Group kooperierten und den Vertrieb durch ihre Finanzierungsangebote unterstützten. Die Betroffenen argumentieren, dass die Banken eine Mitverantwortung tragen, da sie die Projekte finanziell ermöglichten. Anwälte der Anleger planen, auf Mängel in den Kaufverträgen hinzuweisen, um die Forderungen abzuwehren. Wie die rechtlichen Auseinandersetzungen ausgehen, bleibt unklar. Klar ist jedoch, dass die Betroffenen noch lange mit den Folgen des Skandals kämpfen werden.

Schweiz VolksbankImmobilienFinanzkriseBankensektor

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