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Audi wagt Neustart in China ohne ikonisches Logo

Neue Submarke und Kooperation mit Saic sollen Elektroabsatz ankurbeln

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Audi wagt Neustart in China ohne ikonisches Logo

Audi startet in China mit einer neuen Submarke, um sich auf dem chinesischen Elektroautomarkt zu behaupten. Mit einem radikalen Bruch verzichtet der deutsche Automobilhersteller auf sein traditionelles Logo mit den vier Ringen und bringt das erste Modell der neuen Submarke Mitte 2025 auf den Markt. Die Entscheidung, auf das ikonische Markenemblem zu verzichten, soll jüngere Zielgruppen in China ansprechen und Audi in der Elektromobilität eine neue Position verschaffen. Die Stromlimousine, die knapp fünf Meter misst, entstand in enger Zusammenarbeit mit dem chinesischen Staatskonzern Saic und basiert auf einer Plattform, die Saic entwickelt hat.

Audi, das für sein Motto „Vorsprung durch Technik“ bekannt ist, nutzt nun die Technologien von Saic, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Laut Audi-Chef Gernot Döllner handelt es sich hierbei um einen strategischen Schritt, um technikaffine Kundengruppen in China zu gewinnen. Das neue Modell verfügt über vier Zentralrechner, die bis zu hundertmal leistungsfähiger als bisherige Modelle sind und durch einen Datenlink kontinuierlich aktualisiert werden können. Die Batterien werden von CATL geliefert, einem bedeutenden chinesischen Hersteller, der auch für andere Automobilhersteller wie BMW und Mercedes produziert.

Für die Entwicklung dieser neuen Submarke arbeiteten Teams aus Ingolstadt und Shanghai zusammen, und das Modell wird in Saic-Fabriken im Großraum Shanghai gefertigt. Audi verfolgt mit der Submarke einen ambitionierten Marketingplan: Mindestens die Hälfte der Käufer soll jünger als 30 Jahre sein. Der Vertrieb in China erfolgt zunächst exklusiv, während parallel bis 2028 drei weitere Modelle geplant sind. Finanzielle Details der Kooperation mit Saic wurden nicht offenbart, doch Konzerninsider berichten, dass die Einnahmen aus dem Verkauf zu gleichen Teilen zwischen den Partnern aufgeteilt werden.

Audi sieht sich in China mit Herausforderungen konfrontiert: Der bisherige Absatz von Elektroautos ist rückläufig, während der Markt für E-Fahrzeuge in China stark wächst. In den ersten neun Monaten des Jahres wurden nur etwa 16.300 Elektrofahrzeuge verkauft, ein Rückgang von 21 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Zusammenarbeit mit Saic, einem langjährigen Partner von Volkswagen, stellt für Audi eine wichtige Neuerung dar, um die stagnierenden Verkaufszahlen in China zu steigern.

Gleichzeitig plant Audi, weiterhin Modelle im Verbund mit dem Partner FAW zu entwickeln, wobei dieser Joint-Venture-Partner mit Saic in direkter Konkurrenz steht. Die neue Submarke von Audi ist eine Reaktion auf die wachsende Konkurrenz durch chinesische Marken wie BYD und Geely, die Audi zunehmend Marktanteile abnehmen. Die strategische Neuausrichtung zeigt den intensiven Wandel, den Audi in der Elektromobilität durchlaufen muss, um den Anschluss an den chinesischen Markt zu behalten und die Konkurrenz durch heimische Anbieter zu meistern.

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