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Arm Holdings: Der versteckte KI-Gewinner abseits von Nvidia

Arm Holdings profitiert als stiller Gewinner vom KI-Boom

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Arm Holdings: Der versteckte KI-Gewinner abseits von Nvidia

Arm Holdings ist vielen Anlegern vor allem als der Chipdesigner hinter den Prozessoren in Smartphones bekannt. Doch das britische Unternehmen spielt eine weitaus größere Rolle im aktuellen KI-Boom, als es auf den ersten Blick scheint. Während Nvidia und AMD mit ihren teuren KI-Beschleunigern die Schlagzeilen dominieren, agiert Arm als eine Art "Mautstelle" auf der Datenautobahn der künstlichen Intelligenz – und diese Mautstraße wird zunehmend breiter.

Anders als Nvidia oder AMD fertigt Arm keine physischen Chips. Das Unternehmen entwirft grundlegende Befehlssätze und CPU-Kerne und lizenziert diese Designs an Hersteller. Für jede ausgelieferte Einheit kassiert Arm eine Lizenzgebühr. Dieses Geschäftsmodell macht das Unternehmen zu einem versteckten, aber beständigen Gewinner im KI-Wettlauf.

Arms Mautstraße führt nun auch durch Rechenzentren

Während Arms Architektur früher fast ausschließlich in Smartphones zu finden war, hat sich das Blatt in den letzten Jahren grundlegend gewandelt. Heute führen Arms Designs auch durch die Rechenzentren der Welt. Nvidias Vera-CPU kombiniert Arm-Kerne mit den hauseigenen KI-Beschleunigern. Auch Amazons Graviton, Microsofts Cobalt sowie Googles Axion (von <a class="tvreplink" target="_blank" href="https://de.tradingview.com/symbols/Nasdaq%3AGOOG">Alphabet) basieren auf Arm-Architekturen. Diese Chips wurden von Unternehmen entwickelt, die für ihre Serverkapazitäten Budgets in nationalstaatlicher Größenordnung ausgeben.

Jeder KI-Cluster auf der Welt benötigt General-Purpose-Computing, um die Hochgeschwindigkeits-KI-Beschleuniger zu versorgen, das Netzwerkmanagement zu übernehmen und die Orchestrierungsebene auszuführen. Ein wachsender Anteil dieser Aufgaben wird mittlerweile von Arm-Designs übernommen.

Die entscheidende Entwicklung für Anleger ist jedoch, dass Arm kontinuierlich die Wertschöpfungskette hinaufsteigt. Die Architektur Armv9 generiert höhere Lizenzgebühren als ihr Vorgängermodell. Zudem ermöglichen sogenannte Compute-Subsysteme – vorvalidierte Bündel aus Kernen und Interconnects, die bereit zur Übergabe an den Foundry-Dienstleister sind – den Kunden, Jahre an Designarbeit zu sparen. Dafür zahlen diese jedoch deutlich mehr pro Chip als bei einer reinen Kernlizenz. Die Gebühren pro Chip steigen also, während die Stückzahlen bei den Kunden von Arm gleichzeitig beschleunigt wachsen.

Besseres Wachstum als im Smartphone-Zeitalter

Der KI-Boom ist nicht Arms erste Begegnung mit einem Wachstumsmarkt. Praktisch jedes Smartphone der letzten Jahre wurde um eine auf Arm basierende CPU herum aufgebaut. Doch die Wachstumsjahre des frühen Smartphone-Zeitalters können mit den jüngsten Finanzkennzahlen nicht mithalten.

Arms Gesamtumsatz stieg im Jahr 2011 um 21 Prozent gegenüber dem Vorjahr und im Jahr 2012 um 17 Prozent. Die Umsatzwachstumsraten der letzten beiden Geschäftsjahre betrugen dagegen jeweils 23 und 24 Prozent. Und dies ausgehend von jeweils deutlich höheren Startumsätzen in jeder Berechnung. Das Unternehmen wächst also nicht nur schneller als in seiner Glanzzeit im Smartphone-Markt, sondern auch von einer wesentlich größeren Basis aus.

Die Wall Street beginnt langsam, auf Arm aufmerksam zu werden. Die Aktie hat Nvidia im letzten Monat, im vergangenen Jahr und über drei Jahre hinweg bis zum 17. September übertroffen. Allerdings ist die Aktie mit dem 55-fachen des rückwärtigen Umsatzes und dem 188-fachen des freien Cashflows reich bewertet. Arm wird von Tag zu Tag weniger zum Geheimtipp, wie der Kurschart zeigt.

Wer den Namen beim nächsten Gespräch über KI-Aktien erwähnt, wird dennoch wahrscheinlich Augenbrauen hochziehen. Die entscheidende Frage bleibt, ob die Aktie das 55-fache des Umsatzes wert ist. Anleger sollten sich dieser Bewertungsdiskussion stellen, bevor sie auf den fahrenden Zug aufspringen.

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