Arafura schließt verlängerte Abnahmevereinbarung mit Windkraftanlagenhersteller
ASX-notiertes Unternehmen sichert sich langfristige Lieferverträge für Seltene Erden aus dem Nolans-Projekt.

Das an der australischen Börse ASX notierte Unternehmen Arafura Rare Earths hat eine verlängerte Abnahmevereinbarung mit einem bestehenden Kunden bekannt gegeben. Die Vereinbarung sieht die Lieferung von bis zu 500 Tonnen pro Jahr an Neodym- und Praseodym-Oxid-Äquivalent vor.
Bei dem Abnehmer handelt es sich um einen globalen Hersteller von Windturbinen, mit dem Arafura bereits zuvor eine Vereinbarung getroffen hatte. Die neue Vereinbarung bietet beiden Parteien zusätzliche Flexibilität, während gleichzeitig angemessene Abnahmemengen zur Erfüllung der Anforderungen beibehalten werden.
Details der Vereinbarung
Die Abnahmevereinbarung erstreckt sich über einen Zeitraum von fünf Jahren. Es besteht zudem die Möglichkeit einer Verlängerung auf bis zu acht Jahre. Die Preisgestaltung für das Produkt ist an einen unabhängigen und transparenten globalen Seehafenindex gekoppelt, was für beide Seiten Planungssicherheit schafft.
Neodym und Praseodym sind sogenannte Seltene Erden, die eine zentrale Rolle in der Produktion von Hochleistungsmagneten spielen. Diese Magneten werden unter anderem in Windkraftanlagen und Elektrofahrzeugen verbaut. Die Nachfrage nach diesen Rohstoffen ist in den vergangenen Jahren aufgrund der globalen Energiewende stark gestiegen.
Das Nolans-Projekt im Northern Territory
Arafura Rare Earths treibt derzeit das Nolans-Projekt im Northern Territory Australiens voran. Im Mai dieses Jahres traf das Unternehmen die endgültige Investitionsentscheidung (Final Investment Decision, FID) für die Entwicklung des Projekts. Die Investitionssumme beläuft sich auf rund 1,6 Milliarden US-Dollar.
Die kommerzielle Produktion am Nolans-Standort ist für den frühen bis mittleren Zeitraum des Jahres 2029 geplant. Das Projekt gilt als eines der bedeutendsten Seltenerd-Projekte außerhalb Chinas und könnte dazu beitragen, die Abhängigkeit westlicher Industrien von chinesischen Lieferungen zu verringern.
Weitere Abnahmeverhandlungen laufen
Arafura führt nach eigenen Angaben weiterhin Abnahmeverhandlungen mit mehreren weiteren Parteien. Das Unternehmen arbeitet daran, sein Kundenportfolio zu diversifizieren und langfristige Lieferverträge abzuschließen. Die nun bekannt gegebene verlängerte Vereinbarung mit dem Windkraftanlagenhersteller ist ein wichtiger Schritt in diesem Prozess.
Für deutsche Anleger ist Arafura Rare Earths vor allem im Kontext der europäischen Rohstoffstrategie von Interesse. Die Europäische Union hat Seltene Erden als kritische Rohstoffe eingestuft und fördert den Aufbau alternativer Lieferketten. Sollte Arafura die Produktion wie geplant 2029 aufnehmen, könnte das Unternehmen zu einem wichtigen Lieferanten für die europäische Industrie werden.
Die Aktie von Arafura Rare Earths notiert an der Australian Securities Exchange (ASX). Das Unternehmen ist zudem über verschiedene Handelsplattformen auch für internationale Anleger zugänglich.
