Weder Nvidia noch AMD: Die beste KI-Aktie für den November
Lumentum Holdings dürfte die Erwartungen übertreffen: Die enorme Nachfrage nach optischen Netzwerkkomponenten treibt Gewinn und Wachstum des Unternehmens an.

Lumentum Holdings steht im Mittelpunkt einer aktuellen Analyse von The Motley Fool. Der US-Finanzdienst sieht das Unternehmen als die beste KI-Aktie für den Monat November – und stellt es damit ausdrücklich neben Schwergewichte wie Nvidia und AMD. Der Grund liegt in einem Markt, der derzeit von einem akuten Mangel geprägt ist: optische Netzwerkkomponenten.
Nach Einschätzung von The Motley Fool dürfte Lumentum die Erwartungen übertreffen. Getrieben wird diese Einschätzung von der enormen Nachfrage nach optischen Netzwerkkomponenten. Diese Bauteile sind für die Hochgeschwindigkeits-Datenkommunikation unverzichtbar, ohne die moderne KI-Rechenzentren nicht funktionieren.
Besonders auffällig ist das Tempo, mit dem die Gewinne von Lumentum wachsen. Dieser Trend dürfte nach Einschätzung des Finanzdienstes anhalten – und zwar gerade wegen des akuten Mangels an optischen Netzwerkkomponenten. Knappes Angebot bei hoher Nachfrage verschafft Anbietern wie Lumentum eine starke Position.
Die Details
Im Zentrum der Analyse steht eine Prognose zum Markt für optische Netzwerke. Der Umsatz in diesem Markt soll innerhalb von nur zwei Jahren um mehr als das Zehnfache steigen. Das ist eine außergewöhnliche Wachstumsrate, die deutlich macht, wie stark der Ausbau der KI-Infrastruktur die Nachfrage nach optischen Komponenten antreibt.
Von diesem massiven Wachstum sollen Anleger profitieren können – über Lumentum. Das Unternehmen ist auf optische und photonische Produkte spezialisiert, wie aus früheren Berichten hervorgeht. Solche Technologien spielen eine zunehmend wichtige Rolle in der modernen Datenkommunikation, insbesondere in den Hochgeschwindigkeitsnetzwerken, die für KI-Rechenzentren und Cloud-Infrastrukturen benötigt werden.
The Motley Fool ordnet Lumentum damit in einen Wettbewerb ein, in dem sonst Namen wie Nvidia und AMD dominieren. Während diese beiden Unternehmen als Halbleiteraktien gelten, die vom KI-Trend über das nächste Jahrzehnt hinweg profitieren sollen, setzt Lumentum auf einer anderen Ebene der Infrastruktur an: der optischen Vernetzung. Der Finanzdienst sieht in dem Unternehmen damit eine Alternative für Anleger, die nicht auf die bekannten Chipwerte setzen wollen.
Hintergrund: Was bisher geschah
aktien.news hat mehrfach über Lumentum berichtet. Bereits am 23.05.2026 berichtete aktien.news, dass Lumentum im Fokus von Anlegern steht, die auf den Boom rund um Künstliche Intelligenz setzen. Damals hieß es, das Unternehmen sorge in der KI-Investmentszene für Begeisterung, wie eine Analyse von The Motley Fool zeige. Lumentum wurde als Technologieunternehmen beschrieben, das sich auf optische und photonische Produkte spezialisiert hat und sich damit als potenzieller Profiteur des anhaltenden KI-Investitionsbooms positioniert.
Am 12.06.2026 berichtete aktien.news, dass die Lumentum-Aktie um beeindruckende 1.034 Prozent gestiegen ist. Der Ticker lautet LITE. Das Umsatzwachstum beschleunigte sich, und Analysten an der Wall Street sahen weiterhin Aufwärtspotenzial für den Titel. Zugleich warf der Bericht die Frage auf, ob Lumentum schnell genug wachsen kann, um die bereits extrem hohen Erwartungen des Marktes zu erfüllen und die bisherige Rallye damit zu rechtfertigen.
Am 18.09.2026 berichtete aktien.news, dass die Aktie von Lumentum im frühen Handel um 6,0 Prozent auf 947,62 US-Dollar gestiegen ist. Grund dafür war eine breite Rallye im Sektor der optischen Kommunikation, getragen von positiven Analystenaktivitäten und wachsender Überzeugung hinsichtlich der Rolle des Unternehmens bei der Konnektivität in KI-gesteuerten Rechenzentren. Der Kursanstieg knüpfte an eine deutliche Aufwärtsbewegung zu Beginn dieser Woche an, als mehrere Wall-Street-Banken die Abdeckung der Aktie starteten oder ihre Kursziele erhöhten.
Am 05.10.2026 berichtete aktien.news über einen Beitrag von The Motley Fool zu Nvidia und AMD. Darin hieß es, Künstliche Intelligenz sei nach Einschätzung des Finanzdienstes die wichtigste technologische Entwicklung, die die Welt bisher gesehen hat. Der Ausbau der Rechenzentren, die diese Technologie tragen, befinde sich demnach noch in einem frühen Stadium. Als zwei der am besten positionierten Halbleiteraktien nannte der Beitrag Nvidia (NVDA, +1,34 Prozent) und Advanced Micro Devices (AMD, +2,95 Prozent).
Was das für Anleger bedeutet
Für deutsche Privatanleger ist die Einordnung von Lumentum vor allem deshalb interessant, weil das Unternehmen nicht zu den bekannten KI-Halbleiterwerten gehört. Wer breit am KI-Trend partizipieren will, findet hier einen anderen Zugang: die optische Vernetzung, ohne die Rechenzentren ihre Leistung nicht entfalten können.
Der akute Mangel an optischen Netzwerkkomponenten ist dabei der zentrale Punkt. Er stützt die Erwartung, dass die Gewinne von Lumentum weiter wachsen. Gleichzeitig zeigt die Vergangenheit, dass die Aktie bereits enorme Kursgewinne verzeichnet hat. Der Bericht vom 12.06.2026 nannte einen Anstieg um 1.034 Prozent und stellte ausdrücklich die Frage, ob das Unternehmen die hohen Erwartungen erfüllen kann.
Anleger sollten daher beachten, dass hohe Erwartungen auch ein Risiko darstellen. Die Analyse von The Motley Fool ist eine Einschätzung des Finanzdienstes, keine Garantie. Sie stützt sich auf die Nachfrage nach optischen Netzwerkkomponenten und die Prognose eines starken Umsatzwachstums im Markt für optische Netzwerke. Wer sich für den Titel interessiert, sollte die weitere Entwicklung der Nachfrage und des Angebots an optischen Komponenten im Blick behalten.
Ausblick
The Motley Fool erwartet, dass Lumentum die Erwartungen übertreffen wird. Der Trend zu wachsenden Gewinnen dürfte nach Einschätzung des Finanzdienstes anhalten, weil der Mangel an optischen Netzwerkkomponenten fortbesteht. Der Umsatz im Markt für optische Netzwerke soll innerhalb von nur zwei Jahren um mehr als das Zehnfache steigen.
Damit bleibt Lumentum nach Einschätzung des Finanzdienstes eine der besten Möglichkeiten, vom Wachstum der KI-Infrastruktur zu profitieren. Konkrete Termine für Quartalszahlen oder Unternehmensprognosen nennt der Quelltext nicht.
Kurz erklärt
- Optische Netzwerkkomponenten: Bauteile, die Daten in Hochgeschwindigkeitsnetzwerken mit Licht statt mit elektrischen Signalen übertragen.
- Photonik: Technologiefeld, das sich mit der Erzeugung, Übertragung und Verarbeitung von Licht befasst.
- KI-Rechenzentren: Rechenzentren, die die hohe Rechenleistung für Anwendungen der Künstlichen Intelligenz bereitstellen.
