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USA verringern Handelsdefizit durch sinkende Importe

Neue EU-Zölle und schwächere Nachfrage verändern Dynamik der US-Handelsbilanz deutlich

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USA verringern Handelsdefizit durch sinkende Importe

Die Vereinigten Staaten haben ihr Handelsdefizit im Juni deutlich verringert. Der Rückgang betrug mehr als zehn Milliarden US-Dollar im Vergleich zum Vormonat. Nach Angaben des Handelsministeriums belief sich das Defizit im Warenhandel auf 86,0 Milliarden Dollar. Im Mai hatte es noch bei 96,4 Milliarden Dollar gelegen. Damit verzeichnete das Land einen Rückgang um 10,8 Prozent. Verantwortlich dafür waren vor allem sinkende Importe, die gegenüber dem Vormonat um 4,2 Prozent auf rund 264 Milliarden Dollar zurückgingen. Die Exporte gingen hingegen leicht um 0,6 Prozent auf rund 178 Milliarden Dollar zurück.

Die Entwicklung fällt mit der aktuellen Zollpolitik der US-Regierung zusammen. Präsident Donald Trump verfolgt weiterhin das Ziel, das Handelsbilanzdefizit durch protektionistische Maßnahmen zu verringern. Jüngst einigte sich Trump mit EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen auf neue Importzölle. Ab dem 1. August sollen auf Lieferungen aus der Europäischen Union Zölle in Höhe von 15 Prozent erhoben werden. Diese Maßnahme soll laut Regierungskreisen einen weiteren Beitrag zur Reduzierung des Handelsdefizits leisten.

Bereits im ersten Quartal war es in den Vereinigten Staaten zu einem deutlichen Anstieg der Einfuhren gekommen. Viele Unternehmen hatten versucht, einer angekündigten Verteuerung von Importwaren zuvorzukommen, indem sie größere Warenmengen vor dem Inkrafttreten neuer Zölle bestellten. Dieser Vorzieheffekt führte zu einer temporären Belastung der Handelsbilanz und trug dazu bei, dass das Bruttoinlandsprodukt der USA zwischen Januar und März – auf das Jahr hochgerechnet – um 0,5 Prozent schrumpfte.

Für das zweite Quartal rechnet die Regierung mit einer deutlichen Erholung der Wirtschaftsleistung. Erwartet wird ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 2,4 Prozent. Eine erste Schätzung dazu will die US-Regierung am Mittwoch vorlegen. Beobachter sehen in der Rückkehr zum Wachstum ein mögliches Signal für die Wirksamkeit der bisherigen handelspolitischen Maßnahmen. Ob sich der Rückgang des Handelsdefizits als nachhaltiger Trend etablieren kann, dürfte auch von den Reaktionen internationaler Handelspartner auf die neuen Zölle abhängen.

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