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USA setzen Zölle auf Kanada-Importe teilweise aus

Aufschub gilt nur für USMCA-Waren – Strafzölle auf andere Produkte bleiben

2 Min
USA setzen Zölle auf Kanada-Importe teilweise aus

Die US-Regierung hat entschieden, Zölle auf bestimmte Waren aus Kanada vorübergehend auszusetzen. Diese Regelung folgt auf eine bereits zuvor getroffene Entscheidung für Mexiko und gilt bis zum 2. April. Betroffen sind kanadische Produkte, die unter das nordamerikanische Freihandelsabkommen USMCA fallen. Das Weiße Haus gab bekannt, dass für diese Waren vorerst keine Strafabgaben erhoben werden. Für Produkte, die nicht unter das Abkommen fallen, bleiben jedoch weiterhin Strafzölle in Höhe von 25 Prozent bestehen. Darüber hinaus werden Energieimporte sowie Kalisalz aus Kanada mit einer Sonderabgabe von zehn Prozent belegt. Nach Angaben des Weißen Hauses entfallen etwa 38 Prozent der kanadischen Exporte in die USA auf das USMCA-Abkommen, während der Anteil für Mexiko bei ungefähr 50 Prozent liegt.

Die Entscheidung der US-Regierung steht in Zusammenhang mit der Einführung neuer Handelszölle, die sich nicht nur gegen Kanada und Mexiko, sondern auch gegen China richten. Diese Maßnahmen haben in den betroffenen Ländern bereits zu Reaktionen geführt. Die kanadische Regierung kündigte umgehend Gegenmaßnahmen an. In der Provinz Ontario wird sogar ein Stopp der Stromlieferungen in die USA erwogen. Auch Mexiko plant Vergeltungszölle, nachdem die neuen Abgaben in Kraft getreten sind. US-Präsident Donald Trump hatte die Einführung der Zölle damit begründet, dass Kanada und Mexiko nicht genügend gegen den grenzüberschreitenden Drogenhandel unternähmen.

Nach Verhandlungen mit der mexikanischen Regierung setzte Trump die Zölle auf mexikanische Waren, die unter das USMCA fallen, weitgehend aus. In einem Beitrag auf der Plattform Truth Social erklärte er, dass er diese Entscheidung aus "Respekt und Entgegenkommen" gegenüber Mexiko getroffen habe. Laut der mexikanischen Präsidentin Claudia Sheinbaum sei das Telefonat mit Trump äußerst positiv verlaufen. Mexiko habe in den vergangenen Wochen verstärkt gegen Drogenkartelle vorgegangen, Soldaten an die Grenze zu den USA entsandt und 29 gesuchte Drogenbosse an die US-Behörden ausgeliefert.

Die wiederholte Einführung und anschließende Aussetzung von Zöllen hat Unsicherheiten an den Finanzmärkten ausgelöst. Experten warnen davor, dass solche Maßnahmen das Vertrauen der Unternehmen und Verbraucher beeinträchtigen könnten. Es wird befürchtet, dass die wirtschaftlichen Folgen der Zollpolitik dazu führen könnten, dass Unternehmen Investitionen zurückhalten und weniger neue Arbeitsplätze geschaffen werden.

Neben Kanada und Mexiko ist auch China von neuen US-Zöllen betroffen. In dieser Woche wurden die vor einem Monat eingeführten Strafzölle auf chinesische Waren von Trump verdoppelt. Der chinesische Außenminister Wang Yi kritisierte die Maßnahmen und kündigte entschiedene Gegenmaßnahmen an. In einer Pressekonferenz erklärte er, dass die USA sich nicht wie eine verantwortungsbewusste Weltmacht verhielten. China werde auf wirtschaftlichen Druck entsprechend reagieren.

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