US-Inflation rückläufig, Anlegerstimmung steigt
Der tägliche Marktbericht von Aktien.news

Die Aktienmärkte in den USA und Europa setzen ihren Aufwärtstrend fort. Besonders die Sorgen über steigende Zinsen haben abgenommen, was zu einer stärkeren Nachfrage der Anleger geführt hat.
Die US-Börsen verzeichneten erneut Gewinne. Insbesondere Technologiewerte profitierten von den geringeren Bedenken über höhere Zinsen und einer möglichen Rezession in den USA. Der technologielastige Nasdaq 100 stieg um 1,73 Prozent und erreichte den Stand von Januar 2022. Die aktuell sinkenden Renditen am Anleihenmarkt begünstigten Technologie-Aktien, da die zukünftig erwarteten Gewinne der Unternehmen höher bewertet wurden.
Der Leitindex Dow Jones Industrial legte um 0,14 Prozent zu, während der S&P 500 um 0,85 Prozent stieg.
Analysten feierten das baldige Ende des Zinserhöhungszyklus der US-Notenbank, da die Inflation in den USA nachlässt. Dies könnte dazu führen, dass die Fed ihre restriktive Geldpolitik lockert. Die heute veröffentlichten Erzeugerpreise aus den USA deuten ebenfalls auf eine geringere Teuerung hin. Es wird jedoch darauf hingewiesen, dass die Daten eines Monats nicht überbewertet werden sollten. Experten gehen davon aus, dass Ende Juli eine Zinserhöhung um 0,25 Prozentpunkte wahrscheinlich ist.
Zusätzlich wurde bekannt gegeben, dass James Bullard, der Präsident des Ablegers der US-Notenbank in St. Louis, zurücktritt. Dies könnte Auswirkungen auf die Zinserhöhungspläne haben.
Der deutsche Aktienmarkt legte ebenfalls zu, wobei der DAX über der Marke von 16.000 Punkten blieb. Der Leitindex schloss mit einem Plus von 0,7 Prozent. Auch das charttechnische Bild für den DAX verbesserte sich, und Marktbeobachter prognostizieren weiter steigende Kurse.
In Europa bestehen jedoch weiterhin Bedenken hinsichtlich Zinserhöhungen, da die Europäische Zentralbank auf ihrem jüngsten Treffen im Juni weitere Anhebungen nicht ausschloss. Besorgnisse über die hohe Kerninflation bereiten den Währungshütern Sorgen.
Die chinesische Wirtschaft verzeichnete enttäuschende Daten, da der chinesische Außenhandel im Juni gesunken ist. Der Export und Import gingen zurück, hauptsächlich aufgrund der schwachen Dynamik auf den Weltmärkten. Dies könnte Auswirkungen auf die globale Wirtschaft haben.
In Deutschland hat das Bundeskabinett eine neue China-Strategie verabschiedet, um die Abhängigkeit von China zu reduzieren, jedoch die Handelsbeziehungen aufrechtzuerhalten.
Der Euro und die Ölpreise stiegen weiter an, während die US-Verbraucherschutz-Behörde FTC den KI-Textroboter ChatGPT von OpenAI genauer untersucht.
Unternehmen wie Pepsico und Delta Airlines verzeichneten positive Quartalsergebnisse, während Exxon Mobil eine milliardenschwere Übernahme ankündigte.
Siemens investiert eine halbe Milliarde Euro in seinen Standort in Erlangen, während Bosch mit der Serienfertigung von wasserstoffbasierten Antrieben begonnen hat.
Der Frankfurter Flughafen verzeichnete im Juni eine Zunahme des Passagierverkehrs, und der US-Technologiekonzern Amazon verzeichnete hohe Umsätze während des Prime Day.
BASF senkte seine Jahresziele aufgrund der schwierigen Lage in der Chemieindustrie, während BP und Totalenergies den Zuschlag für den Bau von Windparks in der Nord- und Ostsee erhielten.
