US-Inflationsrate sinkt auf niedrigsten Stand seit März 2021
Inflationsgefahren in den USA noch nicht gebannt

Die Inflationsrate in den USA ist im Juni auf den niedrigsten Stand seit über zwei Jahren gesunken. Die Verbraucherpreise stiegen im Vergleich zum Vorjahr nur noch um 3,0 Prozent, wie das US-Arbeitsministerium mitteilte. Dieser Rückgang wird auf sinkende Energiepreise zurückgeführt. Im April lag die Inflationsrate noch bei 4,0 Prozent. Ökonomen hatten einen geringeren Rückgang erwartet. Die schwankungsanfälligen Preise für Energie und Lebensmittel wurden bei der Betrachtung der Kernrate außen vor gelassen, die von der US-Notenbank Fed genau analysiert wird. Obwohl sich die Kernrate von 5,3 auf 4,8 Prozent verringerte, bleibt sie vergleichsweise hoch.
Trotz des Rückgangs wird betont, dass die Inflationsgefahren in den USA noch nicht gebannt sind. Volkswirte erklären den Rückgang der Inflationsrate mit einem Basiseffekt bei den Energiepreisen, die im Vorjahreszeitraum stark angestiegen waren. Es wird nicht erwartet, dass die Inflation in den kommenden Monaten in gleichem Tempo weiter sinkt. Die US-Notenbank Fed hat ihre Geldpolitik bereits gestrafft, aber es wird betont, dass der Zinsgipfel noch nicht erreicht ist. Die Fed hat angekündigt, die Geldpolitik weiterhin restriktiver zu gestalten, um die Inflation auf zwei Prozent zu senken. Der Arbeitsmarkt bleibt ein wichtiger Faktor für die Inflationsentwicklung, da mehr Jobs zu höherem Einkommen und damit zu steigenden Inflationsrisiken führen können. Ende Juli wird erwartet, dass die Fed erneut an der Zinsschraube drehen wird.
