ANZEIGE

Anleger-Sorgen nehmen zu

Der tägliche Marktbericht von Aktien.news

2 Min
Anleger-Sorgen nehmen zu

Die Situation am Markt wird immer besorgniserregender. Neben den Zins- und Rezessionsängsten in den USA und Europa treten nun auch Sorgen über eine mögliche Deflationsspirale in China hinzu. Der DAX startet verhalten in die neue Handelswoche. Das deutsche Börsenbarometer befindet sich technisch in einer schwachen Position. In der letzten Woche fiel der DAX auf 15.456 Punkte, konnte sich aber knapp über 15.600 Punkte retten. Ein Rutsch unter die Kernhaltezone bei 15.600/15.700 Punkten hat das technische Bild stark eingetrübt und weitere Kursabschläge drohen.

Die Anleger sind vor allem besorgt über steigende Zinsen und eine mögliche Rezession. Fachleute rechnen damit, dass hohe Leitzinsen noch für längere Zeit anhalten werden. Inverse Zinskurven, bei denen die Zinsen für kurzfristige Anleihen höher sind als für langfristige Anleihen, deuten auf eine harte Landung der deutschen und europäischen Wirtschaft hin. Die US-Notenbank dürfte angesichts des robusten Arbeitsmarktes in den USA ihre Haltung zur Bekämpfung der Inflation nicht aufgegeben haben.

Die US-Börsen schlossen am Freitag mit Verlusten. Der Dow-Jones-Index fiel um 0,6 Prozent, der Nasdaq um 0,1 Prozent und der S&P 500 um 0,3 Prozent. In Asien agieren die Anleger ebenfalls vorsichtig, beeinflusst von den negativen Vorgaben der Wall Street und den Wirtschaftsdaten aus China. In China gibt es Warnzeichen für eine mögliche Deflation, da die Erzeugerpreise im Juni den größten Rückgang seit über siebeneinhalb Jahren verzeichneten.

Der Euro hält sein hohes Niveau gegenüber dem US-Dollar weitgehend stabil. Im Devisenhandel liegt der Euro bei 1,0955 Dollar. Der Goldpreis liegt bei 1921 Dollar pro Feinunze. Die Ölpreise sind im frühen Handel leicht gesunken, wobei ein Barrel der Nordseesorte Brent 78,03 Dollar kostet.

Im Fokus des DAX steht die VW-Aktie, da Tesla erneut die meisten Neuzulassungen im deutschen Elektroautomarkt verzeichnete, gefolgt von VW. Obwohl Tesla die Spitzenposition behält, schrumpft der Vorsprung gegenüber VW.

Ryanair, die größte Direktfluggesellschaft Europas, plant ihr zukünftiges Wachstum vor allem außerhalb Deutschlands. Deutschland als Markt sticht nicht besonders heraus, da die Kosten hoch sind. Ryanair bevorzugt die Stationierung ihrer Flugzeuge in Ländern wie Italien, Spanien und anderen Standorten mit niedrigeren Zugangskosten.

Die Anleger bleiben besorgt angesichts der vielfältigen Risiken und Herausforderungen an den Märkten. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Situation weiterentwickelt und welche Auswirkungen dies auf die globalen Finanzmärkte haben wird.

AnlegerGeldpolitikZinsen

Meistgelesene News

  1. Amazon Prime Air Crash in Miami: Fünf Tote bei Frachtflugzeug-Unglück
  2. Microsoft-Aktie fällt – Technologiekonzern kämpft mit Ausfällen
  3. Fed-Signale beflügeln US-Märkte: Palantir und Snowflake mit starken Kursgewinnen
  4. BP setzt auf Stabilität – Raffineriemargen erreichen Krisenniveau
  5. Europäische Indizes kaum verändert – Telekom treibt DAX an

Disclaimer