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Wall Street unter Druck durch Zinsängste

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Wall Street unter Druck durch Zinsängste

Die US-Notenbank signalisiert eine straffere Geldpolitik, was zu Zinsängsten an der Wall Street führt. Robuste Konjunkturdaten haben die Anleger verunsichert, was zu Verlusten an den US-Märkten führte. Der Dow Jones schloss gestern mit einem Minus von 1,07 Prozent bei 33.922 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 verlor 0,79 Prozent und der technologielastige Nasdaq 100 gab um 0,75 Prozent nach.

Die Chip-Aktien konnten ihre Verluste im Laufe des Handelstages begrenzen, während Microsoft aufgrund eines positiven Analystenkommentars um knapp ein Prozent zulegte. Die Investoren finden es immer schwieriger, Gründe für den Kauf von Aktien zu finden, da sie auf Verbesserungen in der Konjunktur und der Geldpolitik warten. Besonders die US-Arbeitsmarktzahlen am heutigen Freitag werden mit Spannung erwartet.

Die Verluste an der Wall Street wurden durch robuste US-Konjunkturdaten verursacht, insbesondere durch positive Beschäftigungszahlen des privaten Arbeitsvermittlers ADP und einen soliden Stimmungsindikator für die US-Dienstleistungsbranche. Diese Daten haben zu neuen Zinsängsten geführt.

Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) sieht Spielraum für Zinserhöhungen, obwohl sie im Juni eine Pause eingelegt hat. Die meisten Entscheidungsträger der Fed gehen davon aus, dass bis zum Jahresende mindestens zwei weitere Zinserhöhungen folgen werden. Die Marktteilnehmer erwarten weitere Zinserhöhungen über den Monat Juli hinaus.

Die Zinserwartungen belasteten auch den deutschen Leitindex DAX, der nach den robusten US-Konjunkturdaten deutlich unter Druck geriet. Der DAX schloss mit einem kräftigen Tagesverlust von 2,57 Prozent bei 15.528 Punkten. Alle 40 DAX-Aktien schlossen im Minus.

Die Ölpreise gaben ebenfalls nach, da die trübe Stimmung an den Aktienmärkten die Nachfrage nach Rohöl belastet. Die steigenden Zinserwartungen in den USA könnten die Konjunktur beeinträchtigen. Die Kryptowährung Bitcoin stieg zunächst auf ein neues Jahreshoch, gab jedoch im Anschluss an die US-Konjunkturdaten und die verbesserten Zinsaussichten für den Dollar wieder nach.

Die deutsche Industrie verzeichnete im Mai das größte Auftragsplus seit fast drei Jahren. Die guten Konjunkturdaten stützten den Euro, der sich im Vergleich zum Dollar etwas erholte. Der Flugzeugbauer Airbus hat im ersten Halbjahr sechs Prozent mehr Flugzeuge ausgeliefert als im Vorjahreszeitraum. Volkswagen bereitet sich auf Rohstoffkontrollen in China vor, während der Spezialverpackungshersteller Gerresheimer einen Umsatz- und Gewinnzuwachs verzeichnete.

Abschließend wurde bekannt gegeben, dass die Aktien der Thyssenkrupp-Wasserstofftochter Nucera zu einem Preis von 20 Euro pro Aktie ausgegeben werden. Der Börsengang ist der erste in Deutschland seit fünf Monaten.

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