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US-Erzeugerpreise steigen im März schwächer als erwartet

Der PPI legte im März nur um 0,5% zu – Ökonomen hatten eine Beschleunigung auf 1,1% prognostiziert.

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US-Erzeugerpreise steigen im März schwächer als erwartet

Der US-Erzeugerpreisindex (PPI) für die Endnachfrage ist im März um 0,5% gestiegen. Das teilte das Bureau of Labor Statistics (BLS) des US-Arbeitsministeriums am Dienstag mit. Damit fiel der Anstieg deutlich geringer aus als von Ökonomen erwartet: Von Reuters befragte Experten hatten eine Beschleunigung auf 1,1% prognostiziert.

Im Vergleich zum Vormonat blieb das Tempo damit konstant – auch im Februar hatte der PPI nach einer Abwärtsrevision um 0,5% zugelegt. Ein sprunghafter Anstieg der Energiepreise wurde dabei teilweise durch stabile Preise im Dienstleistungssektor ausgeglichen. Im Jahresvergleich stiegen die Erzeugerpreise im März um 4,0%, nach einem Zuwachs von 3,4% im Februar.

Ölpreisschock belastet den Ausblick

Die vergleichsweise moderaten März-Daten dürften jedoch nur ein vorläufiges Bild zeichnen. Das BLS selbst wies darauf hin, dass die PPI-Daten für März voraussichtlich erst die ersten Auswirkungen des Nahostkonflikts widerspiegeln. Die Ölpreise schnellten am Montag auf über 100 US-Dollar pro Barrel, nachdem das US-Militär angekündigt hatte, Schiffe zu blockieren, die iranische Häfen verlassen.

Seit dem Beginn des US-israelischen Krieges mit dem Iran Ende Februar sind die Ölpreise um mehr als 35% gestiegen. Dieser massive Preisanstieg dürfte sich in den kommenden Monaten stärker in den Erzeuger- und Verbraucherpreisen niederschlagen. Ökonomen erwarten jedoch, dass der Ölpreisschock nur moderate Auswirkungen auf die sogenannte Kerninflation haben wird.

Bereits in der vergangenen Woche hatte das BLS gemeldet, dass der Verbraucherpreisindex (CPI) im März den stärksten monatlichen Anstieg seit fast vier Jahren verzeichnete. Haupttreiber war ein Rekordsprung bei den Kosten für Benzin und Diesel – ein direkter Ausläufer der geopolitischen Spannungen im Nahen Osten.

Auswirkungen auf die Fed-Geldpolitik

Für die US-Notenbank Federal Reserve sind die Entwicklungen von besonderer Bedeutung. Die Fed orientiert sich bei ihrem Inflationsziel von 2% an den Preisindizes für die persönlichen Konsumausgaben (PCE) – nicht direkt am PPI oder CPI. Vor der Veröffentlichung des PPI-Berichts schätzten Ökonomen, dass die Kern-PCE-Inflation im März um 0,2% gestiegen ist, nach zwei aufeinanderfolgenden Monaten mit jeweils 0,4% Anstieg.

Im Jahresvergleich würde dies einem Anstieg der Kern-PCE von 3,1% entsprechen, nach 3,0% im Februar. Damit läge die Inflation weiterhin deutlich über dem Fed-Ziel von 2%. Die Kombination aus anhaltend erhöhter Inflation und einem eskalierenden Ölpreisschock stellt die Notenbank vor eine schwierige Abwägung zwischen Preisstabilität und Konjunkturstützung.

Für deutsche Anleger und Exporteure ist die US-Inflationsentwicklung von direkter Relevanz: Sie beeinflusst die Zinspolitik der Fed und damit den Wechselkurs des US-Dollars sowie die globalen Kapitalflüsse. Ein länger anhaltender Inflationsdruck in den USA könnte die Zinsen höher für länger halten und die Weltwirtschaft zusätzlich belasten.

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