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Iran-Krieg trifft britisches Wachstum laut IWF am härtesten

Großbritannien erleidet den stärksten Wachstumseinbruch aller G7-Staaten – der IWF senkt die Prognose drastisch.

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Iran-Krieg trifft britisches Wachstum laut IWF am härtesten

Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat eine deutliche Warnung ausgesprochen: Großbritannien wird unter allen reichen Industrienationen am stärksten unter den wirtschaftlichen Folgen des Iran-Krieges leiden. Das geht aus dem aktuellen Weltwirtschaftsausblick des IWF hervor, der am Dienstag veröffentlicht wurde.

Konkret prognostiziert der IWF für die britische Wirtschaft im Jahr 2026 ein Wachstum von lediglich 0,8 Prozent – nach einer Prognose von 1,3 Prozent für 2025. Diese Abwärtskorrektur ist die stärkste innerhalb der G7-Staaten und stellt Großbritannien damit schlechter da als alle anderen führenden Industrienationen der Welt.

Großbritannien weit abgeschlagen im G7-Vergleich

Im Vergleich mit anderen großen Volkswirtschaften zeigt sich das Ausmaß der britischen Schwäche besonders deutlich. Die USA sollen 2026 noch mit 2,3 Prozent wachsen, Spanien mit 2,1 Prozent und die Eurozone insgesamt mit 1,1 Prozent. Selbst Frankreich, das mit 0,9 Prozent ebenfalls schwach abschneidet, liegt noch vor dem Vereinigten Königreich.

Für deutsche Anleger und Beobachter ist dieser Vergleich bedeutsam: Die Eurozone als Ganzes zeigt sich trotz der geopolitischen Belastungen widerstandsfähiger als die britische Volkswirtschaft. Deutschland selbst ist Teil dieser Eurozone-Prognose, die mit 1,1 Prozent zwar moderat, aber deutlich besser als Großbritannien ausfällt.

IWF warnt vor weiteren Risiken durch Nahost-Konflikt

Der IWF betonte in seinem Ausblick, dass die Weltwirtschaft nach den Handels- und Zollturbulenzen des vergangenen Jahres nun vor einer erneuten großen Bewährungsprobe steht. Der andauernde Krieg im Nahen Osten stellt demnach eine ernsthafte neue Belastung für die globale Konjunktur dar.

Besonders besorgniserregend sind laut IWF zwei weitere Faktoren: Ein langwieriger Konflikt könnte die wirtschaftlichen Aussichten weltweit noch weiter verschlechtern. Hinzu kommen die steigende Staatsverschuldung vieler Länder sowie eine schwindende Glaubwürdigkeit von Institutionen, die zusätzliche wirtschaftliche Schäden riskieren.

Für Investoren bedeutet die IWF-Einschätzung, dass britische Vermögenswerte – vom Pfund Sterling bis hin zu britischen Aktien und Anleihen – unter erhöhtem Druck stehen könnten. Die schwachen Wachstumsaussichten dürften die Spielräume der Bank of England in der Geldpolitik einengen und die Haushaltslage der britischen Regierung weiter belasten. Anleger sollten die Entwicklungen im Nahen Osten und deren Auswirkungen auf die britische Wirtschaft genau im Blick behalten.

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