UBS sieht neue Chance für EUR/USD bei 1,1475
Die Schweizer Großbank empfiehlt erneut eine Long-Position im Währungspaar mit Kursziel 1,17.

Die UBS rät Anlegern, die EUR/USD-Position bei den aktuellen Niveaus um 1,1475 aufzustocken. Die Schweizer Großbank empfiehlt eine Long-Position mit einem Kursziel von 1,17 und setzt den Stop-Loss bei 1,13. Als Begründung für den Trade führt die Bank die Dynamik der Zentralbanken an.
Es ist nicht das erste Mal, dass die UBS auf eine Aufwertung des Euro gegenüber dem US-Dollar setzt. Bereits Mitte Juli hatte die Bank eine Long-Gelegenheit im EUR/USD-Paar ins Auge gefasst. Damals wurden ebenfalls ein Kursziel von 1,17 und ein Stop-Loss von rund 1,13 anvisiert.
Ein Trade mit zwei Anläufen
Als das Währungspaar das ursprüngliche Kursziel erreichte, reagierte die UBS mit einer Anpassung der Parameter. Anstatt Gewinne mitzunehmen, erhöhte die Bank das Kursziel auf 1,20 und setzte den Stop-Loss auf 1,15 nach oben. Diese Strategie ging jedoch nicht auf: Das überarbeitete Stop-Loss-Niveau wurde in dieser Woche erreicht, wodurch die Position geschlossen wurde. Die UBS gab nicht genau an, an welchem Datum der Stop-Loss ausgelöst wurde.
Nun betrachtet die Bank die Position bei den aktuellen Niveaus erneut als attraktiv. Die neue Empfehlung spiegelt die ursprünglichen Parameter des Juli-Trades wider – mit demselben Kursziel von 1,17 und einem Stop-Loss von 1,13.
Zentralbankdynamik als Treiber
Die erneute bullische Einschätzung der UBS stützt sich auf zwei zentrale Faktoren: die Dynamik der Zentralbanken sowie die aktuellen Preisniveaus im Währungspaar. Die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) und der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) spielt für die Entwicklung von EUR/USD eine entscheidende Rolle. Unterschiedliche Zinserwartungen und geldpolitische Ausrichtungen können erhebliche Kursbewegungen auslösen.
Für deutsche Anleger ist der EUR/USD-Wechselkurs von besonderer Bedeutung. Er beeinflusst nicht nur Import- und Exportpreise, sondern auch die Rendite von Auslandsanlagen und die Bewertung internationaler Aktienportfolios. Ein steigender Euro verteuert US-Investitionen aus deutscher Perspektive, während er Importgüter verbilligt.
Die UBS gehört zu den größten Vermögensverwaltern der Welt und ihre Devisenprognosen werden von vielen institutionellen Anlegern beachtet. Die erneute Empfehlung signalisiert, dass die Bank trotz des zwischenzeitlichen Rückschlags weiterhin von einer Euro-Aufwertung überzeugt ist.
Anleger sollten jedoch beachten, dass Devisenmärkte von zahlreichen Faktoren beeinflusst werden und Prognosen mit erheblichen Unsicherheiten verbunden sind. Die gesetzten Stop-Loss-Marken dienen der Risikobegrenzung, wie der jüngste Trade gezeigt hat.
