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Citi sieht EUR/JPY trotz Erholungsrisiken unter 175 Yen fallen

Citi erwartet fallenden EUR/JPY-Kurs trotz kurzfristiger Erholungschancen auf 183 Yen.

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Citi sieht EUR/JPY trotz Erholungsrisiken unter 175 Yen fallen

Die US-Großbank Citi erwartet für das Währungspaar EUR/JPY in den kommenden Monaten einen deutlichen Rückgang. Trotz der Möglichkeit einer kurzfristigen Erholung auf rund 183 Yen pro Euro habe das Paar seine langfristige Obergrenze wahrscheinlich bereits im Frühjahr dieses Jahres erreicht, so die Analysten.

Als Hauptgrund für die erwartete Abwertung nennen die Citi-Experten die steigenden realen japanischen Zinssätze. Diese werden durch eine Verlangsamung der Gewinne an den japanischen Aktienmärkten angetrieben und haben begonnen, die Dynamik des Währungspaares grundlegend zu verändern. Eine Korrektur hin zum Niveau der absoluten Zinsdifferenz sei bereits im Gange.

Die Prognose im Detail

Das Basisszenario der Bank sieht EUR/JPY im Dezember bei rund 181 Yen pro Euro. Im ersten Halbjahr des kommenden Jahres soll das Paar dann unter die Marke von 175 Yen pro Euro fallen. Dieser Zeitplan setzt jedoch voraus, dass die aktuellen Marktbedingungen bestehen bleiben, wie Citi betont.

Die Analysten weisen darauf hin, dass jeder Regimewechsel für EUR/JPY von einer entsprechenden Verschiebung bei USD/JPY abhängt. Ein solcher Wechsel erscheine zunehmend wahrscheinlicher. Sollte es während des Prognosezeitraums zu einer starken Korrektur an den japanischen Aktienmärkten kommen, könnten sich unerwartete Abwärtsrisiken für EUR/JPY ergeben – ähnlich wie bei USD/JPY. Citi identifizierte dieses Szenario als ein konkretes Risiko für die eigene Prognose.

Für deutsche Anleger ist die Entwicklung des EUR/JPY-Kurses von besonderer Bedeutung. Ein schwächerer Euro gegenüber dem Yen verteuert Importe aus Japan und kann die Gewinnsituation exportorientierter Unternehmen beeinflussen. Zudem spielt das Währungspaar eine wichtige Rolle im Carry-Trade, bei dem Anleger Kredite in Niedrigzinswährungen aufnehmen und in höher verzinsliche Anlagen investieren.

Die japanische Notenbank (BoJ) hatte zuletzt Signale für eine mögliche Straffung ihrer Geldpolitik gesendet, während die Europäische Zentralbank (EZB) angesichts der konjunkturellen Schwäche in der Eurozone eher auf Lockerungskurs bleiben dürfte. Diese unterschiedliche geldpolitische Ausrichtung untermauert die Citi-Prognose eines fallenden EUR/JPY.

Anleger sollten die Entwicklung an den japanischen Aktienmärkten sowie die Zinsdifferenzen zwischen der Eurozone und Japan genau im Auge behalten. Beide Faktoren könnten entscheidend dafür sein, ob sich die Citi-Prognose bewahrheitet oder ob es zu den von der Bank skizzierten Risikoszenarien kommt.

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