ANZEIGE

UBS: Britisches Budget braucht Glaubwürdigkeit statt maximale Sparmaßnahmen

UBS-Ökonom Turner erwartet ein maßvolles britisches Budget – fiskalische Glaubwürdigkeit zählt mehr als vollständige Spielraumwiederherstellung.

•• 2 Min
UBS: Britisches Budget braucht Glaubwürdigkeit statt maximale Sparmaßnahmen

UBS-Ökonom Dean Turner erwartet, dass die britische Finanzministerin nur einen Teil des fiskalischen Spielraums der Regierung nutzen wird, anstatt diesen vollständig wiederherzustellen. Eine zu aggressive Straffung der Staatsfinanzen könnte das Wirtschaftswachstum schwächen und damit einen Teil der angestrebten Einnahmen selbst untergraben. Steuererhöhungen bleiben laut Turner dennoch wahrscheinlich – insbesondere weil die neue Regierung ihr Bekenntnis zu den Fiskalregeln unter Beweis stellen will.

Turner betont jedoch, dass diese Steuererhöhungen eher gezielt als transformativ ausfallen dürften. Sie würden „deutlich weniger Aufsehen erregen, als viele erwarten", so der UBS-Ökonom. Der fiskalische Spielraum sei von Anfang an nicht als Zielwert konzipiert worden, sondern als Puffer für unvorhersehbare wirtschaftliche Schocks.

Gilt-Renditen und die Erinnerung an Liz Truss

Höhere Energiepreise, geopolitische Unsicherheit und volatile Anleihemärkte hätten den Handlungsspielraum der Regierung bereits eingeschränkt. Turner sieht darin genau das Umfeld, in dem ein solcher Puffer genutzt werden sollte. Der Anstieg der Renditen langfristiger britischer Staatsanleihen – sogenannter Gilts – habe den Spielraum der Finanzministerin zusätzlich verringert und Spekulationen über den notwendigen Umfang von Steuererhöhungen ausgelöst.

In diesem Zusammenhang wurden erneut Warnungen vor einem sogenannten „Liz-Truss-Moment" laut – eine Anspielung auf die Marktverwerfungen, die das umstrittene Mini-Budget der ehemaligen britischen Premierministerin im Jahr 2022 ausgelöst hatte. Turner relativiert diese Sorgen jedoch: Ein Teil der Bewegung bei den Gilt-Renditen spiegele einen breiteren globalen Anstieg der Anleiherenditen wider. Nur ein Teil davon sei einer spezifisch britischen Fiskalprämie zuzuschreiben.

Die Renditen von Staatsanleihen seien in den entwickelten Märkten generell gestiegen, da Kreditgeber Inflationsrisiken, hohe Staatsverschuldung und den wachsenden Wettbewerb um Kapital – etwa durch Investitionen in Energie, Verteidigung und künstliche Intelligenz – neu bewerten. Gilts stechen dabei hervor, da die Nominalrenditen weiterhin zu den höchsten in der entwickelten Welt gehören. Dennoch hätten britische Staatsanleihen in den vergangenen Monaten besser abgeschnitten als US-amerikanische und europäische Papiere.

Glaubwürdigkeit entscheidender als Puffergröße

Turner zufolge sollte sich die Haushaltsdebatte auf die UK-spezifische Risikoprämie konzentrieren – also darauf, wie viel zusätzliche Entschädigung Kreditgeber verlangen, um dem britischen Staat Geld zu leihen. Der jüngste Anstieg der Gilt-Renditen sollte nicht automatisch als erneute Vertrauenskrise interpretiert werden. Entscheidend sei vielmehr, ob Kreditgeber davon überzeugt sind, dass die Regierung einen glaubwürdigen Plan für die öffentlichen Finanzen vorlegt.

Ein maßvolles Paket aus Steuererhöhungen kombiniert mit der teilweisen Nutzung des fiskalischen Puffers könnte sich laut Turner als glaubwürdiger erweisen als eine umfangreichere Anpassung, die unnötigen Druck auf das Wachstum ausübt. Die Märkte dürften wenig Einwände gegen die Nutzung des Puffers haben – könnten aber weniger nachsichtig sein, wenn die Regierung nicht bereit scheint, die längerfristigen fiskalischen Herausforderungen anzuerkennen.

Britische Vermögenswerte werden laut Turner derzeit noch mit einer gewissen fiskalischen Skepsis in den Bewertungen gehandelt. Sollte ein verantwortungsbewusstes, aber weniger striktes Budget die fiskalische Glaubwürdigkeit wahren, ohne die Wachstumsaussichten erheblich zu verschlechtern, könnte die mit britischen Vermögenswerten verbundene Fiskalprämie zu sinken beginnen. Dies würde sowohl die Gilts als auch potenziell das Pfund Sterling stützen.

„Beim kommenden Haushalt geht es in erster Linie um fiskalische Glaubwürdigkeit; die Größe des Puffers ist weniger entscheidend", fasst Turner seine Einschätzung zusammen.

Britisches BudgetGilt-RenditenUBSFiskalische GlaubwürdigkeitBritische StaatsanleihenPfund SterlingFiskalprämieSteuererhöhungen Großbritannien

Meistgelesene News

  1. SpaceX-Aktie: Könnte eine Investition von 5.000 Dollar Millionär machen?
  2. Gaming und Wetten: Krypto-Klage, GTA 6 und Aktivisten-Investor im Fokus
  3. XRP-Preisprognose: Was Anleger in den nächsten drei Jahren erwarten
  4. Galeria Karstadt Kaufhof: Beetz stellt Rettungsplan für Warenhauskette vor
  5. Ukraine-Roboterangriff im Donbas deckt Schwachstelle in Putins Kriegsmaschinerie auf

Disclaimer


Wichtiger Hinweis auf bestehende Interessenkonflikte:

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass im Rahmen dieser Publikation Interessenkonflikte bestehen:

1. Die Stock Market Media Ltd. und ihr nahestehende Personen besitzen Aktien der hier empfohlenen Gesellschaften und beabsichtigen, diese im Rahmen und zu jedem Zeitpunkt dieser Empfehlung zu verkaufen. Hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

2. Der Herausgeber dieser Publikation, sowie die verantwortlichen Redakteure erhalten für die Erstellung eine finanzielle Vergütung. Auch hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

3. Beachten Sie auch die weitergehenden Ausführungen zu bestehenden Interessenkonflikten im nachfolgenden Disclaimer, u.a. unter Ziff. 2.

Wichtige Informationen und Pflichtmitteilungen gemäß Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) sowie gemäß Finanzanlageverordnung (FinAnV).

Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit als Ersteller von Anlagestrategieempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 34 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 oder von Anlageempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 35 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014, (bisher „Finanzanalysen“) der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht („BaFin“) gemäß WpHG angezeigt. Die Pflichten der Stock Market Media Ltd. regeln sich primär nach den §§ 85, 86 WpHG, der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 und der Delegierten Verordnung (EU) 2016/958.

Angaben über den/die Ersteller dieser Publikation:
Verantwortlich für die Erstellung der Texte und Inhalte dieser Publikation ist Herr Roberto Gonçalves de Albuquerque, als Analyst und Chefredakteur. Herausgeber ist die Stock Market Media Ltd., 405 Kings Road, Flat 600, London; SW10 0BB, Vereinigtes Königreich, vertreten durch den Director Roberto Gonçalves de Albuquerque.

Wichtige Hinweise zur Erstellung dieser Veröffentlichung:
Diese Veröffentlichung enthält sowohl Tatsachen und Fakten zu den besprochenen Unternehmen, als auch rein subjektive Werturteile, Interpretationen, Schätzungen, Hochrechnungen, Vorhersagen und Preisziele. Diese versuchen wir, möglichst transparent voneinander abzugrenzen, um irreführende Angaben zu vermeiden. Recherche, Aufbereitung und Formulierung erfolgen dabei unter Einsatz gängiger digitaler und KI-gestützter Hilfsmittel; die inhaltliche Prüfung und die redaktionelle Verantwortung liegen bei uns. Die wesentlichen Grundlagen und Maßstäbe unserer Werturteile und Bewertungen, der besprochenen Aktien, basieren auf folgender Vorgehensweise:

Beurteilung und Bewertung von Unternehmen nach herkömmlichen Bewertungsmethoden (grundlegender Bewertungsansatz)

  • Einschätzung des Potentials der zukünftigen Unternehmensentwicklung (Wachstumsansatz) und Hochrechnung auf das entsprechende Bewertungspotential (Kurs-Potential-Analyse) sowie einer möglichen Unternehmens-Aktien-Bewertung aufgrund potentieller Gewinnerwartungen (KGV Hochrechnung)
  • Einschätzung des von uns erwarteten Best-Case-Szenarios im absoluten Erfolgsfall des Unternehmens (Blue-Sky-Potential-Ansatz)
  • Effekt der von uns erwarteten, gesteigerten Bekanntheit der empfohlenen Aktie auf den Aktienkurs durch einen starken Anstieg der Nachfrage am Markt (insbesondere maßgeblich bei marktengen oder neu bzw. erstmals empfohlenen Aktien) aufgrund der von uns oder Dritten veröffentlichten Publikationen (meistens Kaufempfehlungen), (Multiplikator- / Momentum-Effekt, Hype), dadurch überproportional steigende Rendite/Aktienkurs bei entsprechend steigendem Risiko
  • Technische Analyse des Aktienkurses gemäß gängiger Analyse-Methoden, meist zur Voraussage von Kurs-Signalen (Kauf- oder Verkaufssignal, Ausbruch der Aktie, Festlegung von Kurszielen, Unterstützungs- oder Widerstandsbereichen, erwarteten Mindestbewegungen oder Mindest-Gegenbewegungen, Voraussage von Signalpunkten (wenn-dann), etc.), größtenteils auf der erwarteten Massenpsychologie aufbauend. (technischer Ansatz).

Herkömmliche Bewertungsansätze sind bei jungen oder noch umsatzlosen Unternehmen oft schlecht sinnvoll anwendbar. Daher stützen wir uns bei der Bewertung von solchen Unternehmen tendenziell auf die von uns errechnete Potential-Analyse, sowie die Einschätzung der Nachfrage nach solchen Aktien am Kapitalmarkt. Letztendlich entscheidet der Markt über den Aktienkurs eines Unternehmens. Entsteht durch umfangreiche Empfehlungen einer Aktie, eine exzessive Nachfrage nach dieser, ist es möglich, dass der Aktienkurs bei einem hohen Handelsvolumen überdurchschnittlich steigt. Dies führt zwar zu extremen Gewinnmöglichkeit, erhöht jedoch entsprechend das Risiko einer Blasenbildung mit entsprechendem Kursrückgang. Durch die gesteigerte Volatilität der Aktie in solchen Situationen ergeben sich überdurchschnittliche Gewinn- und Verlustmöglichkeiten, sowohl in beide Handelsrichtungen als auch bei wiederkehrenden Gegenbewegungen. Auch solche Marktentwicklungen sind ein wichtiger Teil unserer Handelsempfehlungen und Bewertungsansätze.

Diese Publikation befasst sich ausschließlich mit überdurchschnittlich volatilen Werten mit hohem Gewinn- und auch Verlustpotential.

Hinweis zu Informationsquellen:
Die Zuverlässigkeit von Informationsquellen wird von uns vor deren Verwendung ausführlich geprüft und von uns entsprechend ihrer Glaubwürdigkeit und Bedeutung subjektiv bewertet. Dabei entscheiden wir nach eigenen Maßstäben, welche Quellen wir für relevant, zu konservativ oder zu optimistisch halten. Letztendlich legen wir unsere Empfehlungen aufgrund unserer persönlichen Einschätzungen fest. Bei der Informationsbeschaffung greifen wir auf zahlreiche öffentlich zugängliche Quellen zurück wie z.B. Pressemitteilungen, Ad-Hoc-Mitteilungen, Unternehmensmeldungen, Firmenpräsentationen, Publikationen und Artikeln zum besprochenen Unternehmen, gängige Finanzmedien im In- und Ausland sowie auf Unternehmens- oder Branchen-Analysen Dritter.

In unseren Publikationen werden ausschließlich öffentlich verfügbare Informationen und Quellen, sowie vom Unternehmen selbst verbreitete Informationen verwendet.

Hinweis zu bestehenden Interessenkonflikten:
Wir weisen hiermit darauf hin, dass Gesellschafter, Redakteure, Mitarbeiter sowie Personen bzw. Unternehmen die an der Erstellung dieser Veröffentlichung beteiligt sind, sowie Auftraggeber (Dritte) der Publikation von Stock Market Media Ltd. zum Zeitpunkt dieser Veröffentlichung direkt oder indirekt Anteile an Wertpapieren, welche im Rahmen der jeweiligen Publikation besprochen werden, halten. und daher an einer Kurs- und/oder Umsatzsteigerung, d.h. auch einer erhöhten Handelsliquidität interessiert sind, da die Absicht besteht, in unmittelbarem Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung diese Wertpapiere zu verkaufen und an steigenden Kursen und Umsätzen zu partizipieren. Ein Kurszuwachs der Aktien der vorgestellten Unternehmen kann zu einem Vermögenszuwachs bei diesen Personen führen. Durch die Besprechung des Unternehmens können jedenfalls der Aktienkurs des Unternehmens erheblich beeinflusst werden. Insbesondere wird auch durch Wertpapiertransaktionen der Aktienkurs der besprochenen Unternehmen maßgeblich beeinflusst. Dies gilt insbesondere, wenn es sich um Unternehmen handelt deren Aktien keine breite Marktkapitalisierung haben und bei denen nur ein enger Markt besteht. Hier können auch nur geringe Auftragsvolumen erhebliche Auswirkungen auf die Kurse haben. Sie sind aber auch daran interessiert, dass der Kurs des besprochenen Unternehmens sinkt, wenn sie deren Aktien günstiger erwerben wollen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Stock Market Media Ltd. und seine Mitarbeiter werden zudem für die Vorbereitung, elektronische Verbreitung und Veröffentlichung dieser Publikation sowie für andere Dienstleitungen entgeltlich entlohnt. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Diese Vergütung kann durch das Unternehmen über das die Stock Market Media Ltd. Informationen veröffentlicht, durch mit diesen Unternehmen verbundene Dritte oder sonstige Dritte, die ein Interesse in Bezug auf die im Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung besprochenen Unternehmen verfolgen, erfolgen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen. Dieser wird zunächst dadurch begründet, dass die Stock Market Media Ltd. im Interesse ihres Auftraggebers ihre Ausführungen vornehmen könnte. Die Stock Market Media Ltd. und/oder mit ihr verbundene Unternehmen haben mit der gegenständlichen Gesellschaft bzw. mit deren Aktionären eine kostenpflichtige Vereinbarung zur Erstellung der redaktionellen Besprechung getroffen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Hinweis zur Handhabe der internen Organisationspflichten:
Aufgrund der geringen Unternehmensgröße des Herausgebers, ist eine interne Kontrolle der Compliance Prozesse der an dieser Publikation mitwirkenden Mitarbeiter und sonstigen Beteiligten überschaubar.

Verantwortliche Aufsichtsbehörde:
Die Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit gemäß § 86 WpHG bei der BaFin angezeigt.