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Trump setzt Erdogan unter Druck wegen russischem Öl

Türkei hofft auf Aufhebung von US-Sanktionen und neue Kampfjet-Deals

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Trump setzt Erdogan unter Druck wegen russischem Öl

US-Präsident Donald Trump hat erklärt, er rechne damit, dass die Türkei seine Forderung erfüllen werde, keine russischen Ölkäufe mehr zu tätigen. Zugleich stellte er in Aussicht, bestehende US-Sanktionen gegen Ankara zu lockern, um den Erwerb von amerikanischen F-35-Kampfjets zu ermöglichen. Nach einem zweistündigen Gespräch mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan im Weißen Haus sprach Trump von einem sehr klaren und umfassenden Treffen, kündigte aber Details erst für eine spätere Ankündigung an.

Trump drängt seit Monaten europäische Staaten, russisches Öl nicht mehr zu importieren, um Moskaus Einnahmen für den Krieg in der Ukraine zu schmälern. Zuletzt hatte er angedeutet, dass die Ukraine möglicherweise sämtliche von Russland besetzten Gebiete zurückerobern könne. Auf die Frage, ob die Türkei russisches Öl künftig meiden werde, zeigte sich Trump optimistisch. Er begründete dies damit, dass Ankara genügend alternative Lieferanten habe. Für andere Länder wie Ungarn und die Slowakei, die ebenfalls russisches Öl beziehen, äußerte er mehr Verständnis, da sie nur eingeschränkte Versorgungsmöglichkeiten hätten.

Erdogan suchte bei seinem Besuch nach einer Annäherung an die USA und drängte auf eine Aufhebung der Sanktionen, die den Kauf moderner Rüstungsgüter bislang verhinderten. Besonders die F-35-Kampfjets stehen dabei im Zentrum des türkischen Interesses. Neben Fragen der Verteidigung standen auch regionale Konflikte, Energiefragen und Handelsabkommen auf der Agenda. Trump deutete dabei an, dass Erdogan gute Chancen habe, die gewünschten Waffen zu erhalten, und stellte eine schnelle Entscheidung über die Sanktionen in Aussicht.

Die persönliche Beziehung zwischen beiden Staatschefs spielte bei dem Treffen eine zentrale Rolle. Trump nannte Erdogan einen „sehr harten Mann“ und betonte, dass sie auch in Zeiten seiner politischen Abwesenheit den Kontakt gehalten hätten. Unter dem früheren Präsidenten Joe Biden waren die Beziehungen dagegen angespannt, da Washington Ankara wegen seiner Nähe zu Moskau auf Distanz hielt. Nun versucht die türkische Regierung, die neue Nähe im Weißen Haus zu nutzen, um ihre sicherheits- und wirtschaftspolitischen Interessen voranzubringen.

Ein zentrales Hindernis bleibt jedoch das Sanktionsregime, das Trump selbst 2020 verhängt hatte, nachdem die Türkei russische S-400-Luftabwehrsysteme erworben hatte. Dies führte damals zum Ausschluss Ankaras aus dem F-35-Programm, an dem es ursprünglich als Käufer und Hersteller beteiligt war. Erdogan machte deutlich, dass die Modernisierung der Luftwaffe für die Türkei von hoher Bedeutung sei, da das Land in mehreren Regionen, darunter Naher Osten, Mittelmeer und Schwarzes Meer, wachsenden Bedrohungen ausgesetzt sei. Auch die Verhandlungen über den Kauf von 40 F-16-Jets stehen weiterhin auf der Tagesordnung.

Wirtschaftliche Aspekte spielten ebenfalls eine Rolle bei den Gesprächen. Neben den Kampfjet-Deals ist auch der Erwerb von Flugzeugen des US-Konzerns Boeing im Gespräch. Beide Regierungen signalisierten Bereitschaft, umfassendere Handelsbeziehungen zu vertiefen, während die militärische Zusammenarbeit auf eine neue Basis gestellt werden soll.

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