Trump-Regierung hält an Stahlzöllen fest – Navarro dementiert Lockerungspläne
Handelsberater Peter Navarro stellt klar: Keine Änderungen bei Metall-Zöllen geplant.

Peter Navarro, Handelsberater im Weißen Haus, hat Spekulationen über eine mögliche Senkung der US-Zölle auf Stahl und Aluminium eine klare Absage erteilt. In einem Telefonat mit CNBC-Reporter Steve Liesman betonte er, es gebe "keinerlei sachliche Grundlage" für entsprechende Berichte. Die Trump-Regierung halte unbeirrt an ihrer harten Linie in der Handelspolitik fest.
Navarro bezeichnete Stahl und Aluminium als "heilig" für die Regierung und unterstrich damit die strategische Bedeutung dieser Industrien für die nationale Sicherheit. Die Metall-Zölle gehören seit 2018 zu den Kernstücken von Trumps protektionistischer Wirtschaftspolitik und haben die Handelsbeziehungen mit wichtigen Partnern wie der EU und China nachhaltig belastet.
Keine Ausnahmen, keine Ausschlüsse
Besonders deutlich wurde Navarro bei der Frage nach möglichen Ausnahmeregelungen. Präsident Trump halte konsequent an der Regel "keine Ausnahmen, keine Ausschlüsse" fest. Diese kompromisslose Haltung richtet sich gegen Forderungen verschiedener Industrieverbände, die seit Jahren auf Erleichterungen drängen. Besonders die Automobilindustrie und der Maschinenbau hatten wiederholt auf die gestiegenen Produktionskosten hingewiesen.
Die aktuellen Zölle belaufen sich auf 25 Prozent für Stahl und 10 Prozent für Aluminium. Sie treffen nicht nur Importe aus China, sondern auch aus traditionell verbündeten Ländern wie Deutschland, Kanada und Japan. Für deutsche Stahlexporteure bedeutet dies erhebliche Wettbewerbsnachteile auf dem wichtigen US-Markt.
Auswirkungen auf deutsche Wirtschaft
Die Beibehaltung der Zölle dürfte insbesondere deutsche Stahlkonzerne wie thyssenkrupp und Salzgitter AG weiter unter Druck setzen. Beide Unternehmen hatten ihre US-Exporte seit Einführung der Strafzölle deutlich reduzieren müssen. Die EU hatte als Gegenmaßnahme eigene Zölle auf US-Produkte wie Whiskey und Motorräder verhängt.
Die Klarstellung von Navarro beendet vorerst Hoffnungen auf eine Entspannung im transatlantischen Handelskonflikt. Marktbeobachter gehen davon aus, dass die Zölle mindestens bis zur nächsten US-Präsidentschaftswahl 2024 Bestand haben werden. Für Investoren in Stahlaktien bedeutet dies anhaltende Unsicherheit über die künftige Marktentwicklung.
