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Trump kritisiert Supreme Court nach Entscheidung zu Briefwahlstimmen scharf

Oberster Gerichtshof blockiert USPS-Regelung – Trump spricht von „großem Verlust für Republikaner“

2 Min
Trump kritisiert Supreme Court nach Entscheidung zu Briefwahlstimmen scharf

Präsident Donald Trump hat den Obersten Gerichtshof der USA scharf für eine Entscheidung kritisiert, die eine neue Regelung des United States Postal Service (USPS) zur Briefwahl für die anstehenden Midterm-Wahlen im November blockiert. In einem Beitrag auf seiner Plattform Truth Social bezeichnete Trump die Entscheidung als „großen Verlust für die Republikaner und Amerika selbst“.

„Es macht Betrug durch die radikale Linke der ‚Dumokraten‘ bei der Briefwahl viel einfacher“, schrieb Trump einen Tag nach der Entscheidung des Supreme Court. Die bevorstehenden Wahlen werden darüber entscheiden, ob die Republikaner oder die Demokraten die Kontrolle über beide Kammern des Kongresses behalten.

Entscheidung mit deutlicher Mehrheit

Die mehrheitliche Entscheidung des Obersten Gerichtshofs vom Montag war nicht unterzeichnet. Lediglich der konservative Richter Brett Kavanaugh, einer von Trumps eigenen Ernennungen, verfasste eine separate, kurze Zustimmungserklärung. Die Tatsache, dass nur zwei konservative Richter – Samuel Alito und Clarence Thomas – öffentlich ihre Ablehnung der Entscheidung bekannt gaben, deutet stark darauf hin, dass es sich um eine 7:2-Entscheidung handelte.

Trump lobte Alito und Thomas für ihre ablehnende Haltung und nannte sie „Legenden“. Der Präsident kritisierte hingegen seine drei eigenen Richter am Supreme Court scharf, da diese sich offenbar zusammen mit den drei liberalen Richtern sowie Chief Justice John Roberts an der Aufrechterhaltung der einstweiligen Verfügung beteiligt hatten.

„Das sind nicht die Personen, die ich interviewt habe, um am Obersten Gerichtshof der USA zu dienen; sie sind nur noch eine Hülle ihrer ursprünglichen Selbst“, schrieb Trump. „Ein Gericht, das die Vereinigten Staaten durch schockierend schlechte Urteile Trillionen von US-Dollar kostet.“

Kavanaughs differenzierte Position

Richter Brett Kavanaugh, der zustimmte, die Regel vorerst zu blockieren, hatte am Montag geschrieben, es bestehe „eine faire Aussicht“, dass die USPS-Regelung letztendlich als legal angesehen werden könnte. Allerdings fügte Kavanaugh hinzu, dass die „Anwendung der Regel bei den Wahlen 2026 willkürlich und kapriziös sein würde“ und gegen das Verwaltungsverfahrensgesetz (Administrative Procedure Act) verstoße.

Begründung: Staatliche und lokale Wahlbeamte hätten nicht genügend Zeit gehabt, die Regel vernünftigerweise vor den Wahlen umzusetzen. Trumps zwei weitere Ernennungen sind die Richter Neil Gorsuch und Amy Coney Barrett.

Bereits zweite Kontroverse

Bereits im Februar hatte Trump seine eigenen Richter kritisiert, als sich Gorsuch und Barrett ihren konservativen Kollegen Roberts und den drei liberalen Richtern in einer mehrheitlichen Entscheidung gegen Trumps weitreichende Importzölle anschlossen. Damals nannte der Präsident ihre Stimmen „eine Schande für ihre Familien und untereinander“.

Die aktuelle Entscheidung blockiert eine umstrittene neue Regelung des USPS zur Briefwahl. Die einstweilige Verfügung eines Bundesbezirksgerichts in Boston verhindert, dass die USPS-Regelung auf Briefwahlstimmen angewendet wird, die für die Wahlen im November eingehen sollen.

Die republikanischen Kollegen von Trump versuchen derweil, ihre knappen Mehrheiten in beiden Kammern des Kongresses bei den Wahlen im November zu behaupten. Die Entwicklungen rund um die Briefwahlregelung bleiben abzuwarten.

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