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Trump droht Blockade neuer US-Kanada-Brücke vor Eröffnung

US-Präsident Donald Trump droht, die Eröffnung der von Kanada finanzierten Gordie Howe International Bridge zu verhindern. Er fordert Entschädigung und Verhandlungen mit Ottawa über Handelsfragen. Die Brücke, die den Warenverkehr zwischen Detroit und Wind

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Trump droht Blockade neuer US-Kanada-Brücke vor Eröffnung

US-Präsident Donald Trump hat angekündigt, die Eröffnung der neuen Gordie Howe International Bridge zwischen den USA und Kanada zu blockieren. In einem Social-Media-Beitrag forderte er eine "vollständige Entschädigung" der USA und eine fairere Behandlung durch Ottawa. Die Brücke wurde vollständig von Kanada finanziert, nachdem die USA eine Kostenbeteiligung abgelehnt hatten.

Kanada finanzierte Brücke allein

Die Gordie Howe Bridge wurde zu 100 Prozent von der kanadischen Regierung finanziert, nachdem die USA 2012 eine Kostenbeteiligung verweigerten. Der damalige Gouverneur von Michigan, Rick Snyder, nutzte seine Exekutivbefugnis, um das kanadische Angebot anzunehmen und die Legislative zu umgehen. Der Bau begann 2018, die Kosten von mehreren Milliarden Dollar sollen über 30 Jahre durch Mautgebühren refinanziert werden.

Trump begründet seine Drohung mit mehreren Streitpunkten: dem kanadischen Besitz der Brücke, Kanadas Zöllen auf Milchprodukte, der Weigerung, bestimmte US-Spirituosen in kanadischen Geschäften anzubieten, und Handelsgesprächen zwischen Ottawa und Peking. "Wir sollten vielleicht mindestens die Hälfte dieses Vermögenswertes besitzen", erklärte Trump.

Massive wirtschaftliche Bedeutung

Die neue Brücke hat enorme wirtschaftliche Bedeutung für beide Länder. Detroit war 2023 mit einem Handelsvolumen von 126 Milliarden Dollar der zweitgrößte US-Frachthafen und der wichtigste an der US-kanadischen Grenze. Die Gordie Howe Bridge soll die Überquerungszeit um 20 Minuten verkürzen und Lkw-Fahrern laut einer Studie der University of Windsor über 30 Jahre hinweg 2,3 Milliarden Dollar einsparen.

Das US-Heimatschutzministerium hatte die Brücke am 30. Januar zum offiziellen Einreisehafen erklärt. Laut Ministerium wird sie Reisenden jährlich 12,7 Millionen Dollar einsparen, indem sie Staus reduziert und den Verkehrsfluss erleichtert. Die Brücke soll die stark belastete Ambassador Bridge entlasten, über die derzeit der Großteil des Lkw-Verkehrs abgewickelt wird.

Scharfe Kritik von Demokraten

Michigans Gouverneurin Gretchen Whitmer ließ über einen Sprecher mitteilen: "Kanada hat den Bau der Brücke finanziert – sie wird so oder so eröffnet." Die Brücke werde im Rahmen einer gemeinsamen Eigentumsvereinbarung zwischen Michigan und Kanada betrieben.

Senatorin Elissa Slotkin warnte vor "schwerwiegenden Auswirkungen": höhere Kosten für Unternehmen in Michigan, weniger sichere Lieferketten und letztlich weniger Arbeitsplätze. Sie warf Trump vor, die Einwohner Michigans für einen Handelskrieg zu bestrafen, den er selbst begonnen habe. "Der einzige Grund, warum Kanada kurz vor einem Handelsabkommen mit China steht, ist, dass Präsident Trump ihnen seit einem Jahr vor den Kopf stößt."

Eskalation im Handelskonflikt

Die Drohung reiht sich ein in eine Serie von Konflikten zwischen Trump und Kanada. Im vergangenen Monat kündigte Trump Zölle von 100 Prozent gegen Kanada an, falls das Land ein Handelsabkommen mit China umsetzt. Kanadas Premierminister Mark Carney hatte im Januar China besucht und ein Handelsabkommen mit dem zweitgrößten Handelspartner nach den USA abgeschlossen.

Zusätzlich drohte Trump mit dem Entzug der Zulassung für Bombardier-Geschäftsreisejets und Importzöllen von 50 Prozent auf alle in Kanada hergestellten Flugzeuge. Die Trump-Regierung hat bislang jedoch keine konkreten Maßnahmen gegen kanadische Flugzeuge ergriffen.

Abgeordnete Debbie Dingell erinnerte daran, dass Trump die Brücke 2017 noch befürwortet hatte. "Nichts hat sich geändert. Wir dürfen nicht vergessen, dass Kanada unser Freund und Verbündeter ist", so Dingell. "Wir müssen mit diesen billigen Angriffen aufhören. Das hilft niemandem und schadet insbesondere unserer Wirtschaft."

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