Kolumbiens Blumenindustrie kämpft mit US-Zöllen zum Valentinstag
Zweitgrößter Blumenexporteur weltweit steht vor wirtschaftlichen Herausforderungen trotz starker Valentinstags-Nachfrage aus USA.

Kolumbien hat pünktlich zum Valentinstag rund 65.000 Tonnen Frischblumen in die USA verschifft, doch die Freude über das wichtigste Geschäft des Jahres wird durch massive wirtschaftliche Probleme getrübt. Das südamerikanische Land ist nach den Niederlanden der weltweit zweitgrößte Blumenexporteur und beliefert hauptsächlich den US-Markt.
Die Valentinstags-Saison macht üblicherweise 20 Prozent des Jahresumsatzes der kolumbianischen Blumenindustrie aus. Zwischen dem 15. Januar und 9. Februar wurden die Frischblumen verschifft, um rechtzeitig zum 14. Februar in den USA anzukommen. Etwa 80 Prozent aller kolumbianischen Blumenexporte gehen in die Vereinigten Staaten.
Zölle und Währungsprobleme belasten Branche
Die Erzeuger stehen jedoch unter erheblichem Druck: Seit April 2024 erhebt die US-Regierung unter Präsident Donald Trump einen Zoll von 10 Prozent auf kolumbianische Blumen. Hinzu kommt eine Aufwertung des kolumbianischen Peso um fast 12 Prozent gegenüber dem Dollar im vergangenen Jahr sowie eine Erhöhung des Mindestlohns um 23 Prozent.
„Wir befinden uns in einer sehr widrigen, sehr komplizierten Lage
