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Trian Fund sucht Investoren für Wendy's Börsenrückzug

Nelson Peltz' aktivistischer Fonds Trian führt laut Financial Times Gespräche mit externen Geldgebern über eine mögliche Privatisierung der Fast-Food-Kette.

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Trian Fund sucht Investoren für Wendy's Börsenrückzug

Trian Fund Management, der aktivistische Investmentfonds von Nelson Peltz, bemüht sich offenbar um Unterstützung für ein Gebot zur Privatisierung der amerikanischen Fast-Food-Kette Wendy's. Das berichtete die Financial Times am Dienstag unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Reuters konnte den Bericht zunächst nicht unabhängig bestätigen. Weder Wendy's noch Trian reagierten zunächst auf Anfragen für eine Stellungnahme.

Laut dem FT-Bericht führte Trian Gespräche mit externen Investoren über die Finanzierung einer potenziellen Übernahme — darunter auch Geldgeber aus dem Nahen Osten. Für Peltz ist dies kein neues Terrain: Bereits im Jahr 2022 hatte er ein mögliches Übernahmeangebot für die Burger-Kette in Erwägung gezogen. Im Februar dieses Jahres erklärte er zudem öffentlich, dass die Aktie von Wendy's unterbewertet sei, und bestätigte, mit potenziellen Finanzierungsquellen über mögliche Deals gesprochen zu haben — einschließlich einer Akquisition oder anderer bedeutender Transaktionen.

Peltz hält 16,24 Prozent an Wendy's

Peltz ist bei Wendy's kein unbeschriebenes Blatt. Er hält derzeit eine Beteiligung von 16,24 Prozent an der Fast-Food-Kette, gegenüber 16,09 Prozent noch im Juli des vergangenen Jahres. Auch der Anteil seiner Investmentgesellschaft stieg im gleichen Zeitraum leicht von 7,78 Prozent auf 7,85 Prozent. Trian ist damit einer der bedeutendsten Einzelaktionäre des Unternehmens.

Wendy's selbst hatte sich zu früheren Spekulationen über einen möglichen Trian-Vorstoß bereits positioniert: Der Vorstand werde jeden Vorschlag von Trian Partners im Einklang mit seinen treuhänderischen Pflichten prüfen, hieß es damals. Gleichzeitig betonte das Unternehmen, seinen Turnaround-Plan zügig voranzutreiben, um das US-Geschäft zu verbessern und gleichzeitig international zu wachsen.

Wendy's kämpft mit schwacher Nachfrage

Das in Dublin, Ohio, ansässige Unternehmen steht unter erheblichem Druck. Obwohl Wendy's bei der Vorlage der Quartalsergebnisse in der vergangenen Woche die Gewinnschätzungen für das erste Quartal übertraf, hatte die Kette in den vorangegangenen Quartalen mit Umsatzrückgängen zu kämpfen. Als Hauptursache gilt eine schwache Nachfrage in den Restaurants, die auf eine verhaltene Konsumbereitschaft der Verbraucher zurückzuführen ist — ein Problem, das viele Fast-Food-Ketten in den USA derzeit beschäftigt.

An der Börse spiegelt sich die Unsicherheit deutlich wider. Die Aktien von Wendy's schlossen am Montag mit einem Minus von mehr als 7 Prozent bei 6,77 US-Dollar. Laut Daten des Finanzdienstleisters LSEG wird das Unternehmen derzeit mit rund 1,29 Milliarden US-Dollar bewertet — ein Rückgang von etwa 19 Prozent seit Jahresbeginn. Für Peltz könnte genau diese Bewertungsschwäche eine günstige Einstiegsgelegenheit für eine Privatisierung darstellen.

Für deutsche Anleger ist der Fall Wendy's ein anschauliches Beispiel für aktivistisches Investieren: Ein Großaktionär nutzt seinen Einfluss, um strategische Veränderungen — bis hin zu einem vollständigen Börsenrückzug — anzustoßen. Ob Trian tatsächlich ein formelles Angebot vorlegen wird, bleibt abzuwarten.

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