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eBay lehnt GameStops 56-Milliarden-Dollar-Übernahmeangebot klar ab

Der eBay-Verwaltungsrat bezeichnet den Vorstoß von GameStop-Chef Ryan Cohen als weder glaubwürdig noch attraktiv.

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eBay lehnt GameStops 56-Milliarden-Dollar-Übernahmeangebot klar ab

eBay hat das unaufgeforderte Übernahmeangebot von GameStop in Höhe von 56 Milliarden US-Dollar offiziell abgelehnt. Der eBay-Verwaltungsratsvorsitzende Paul Pressler teilte dies in einem Brief direkt an GameStop-CEO Ryan Cohen mit. Die Absage fiel dabei unmissverständlich aus.

„Wir sind zu dem Schluss gekommen, dass Ihr Vorschlag weder glaubwürdig noch attraktiv ist", schrieb Pressler in dem Schreiben. eBay verwies dabei auf erhebliche Unsicherheiten rund um das Angebot – insbesondere hinsichtlich der Finanzierung sowie der operativen Risiken, die ein zusammengeschlossenes Unternehmen mit sich bringen würde. Der Konzern betonte zudem, das aktuelle Managementteam sei gut aufgestellt, um das Unternehmen eigenständig weiterzuführen und das Wachstum voranzutreiben.

Märkte reagieren mit Kursverlusten

Die Ablehnung hinterließ an den Märkten deutliche Spuren. Die eBay-Aktie verlor im vorbörslichen Handel am Dienstag rund 1 Prozent. Noch stärker traf es GameStop: Die Aktie des Videospieleinzelhändlers gab im gleichen Zeitraum um etwa 4 Prozent nach.

Das Übernahmeangebot hatte GameStop Anfang des Monats gestellt – ein bemerkenswerter Schritt, denn eBay ist als große E-Commerce-Plattform um ein Vielfaches größer als GameStop selbst. Der Vorstoß des sogenannten „Meme-Stock-Königs" Ryan Cohen sorgte in der Finanzwelt für Aufsehen, schien jedoch von Beginn an auf wackeligem Fundament zu stehen.

GameStops kühner Vorstoß läuft ins Leere

GameStop ist vor allem durch den spektakulären Short-Squeeze im Jahr 2021 bekannt geworden, bei dem Kleinanleger über soziale Medien koordiniert die Aktie in die Höhe trieben und dabei mehrere Hedgefonds in Bedrängnis brachten. Seitdem steht das Unternehmen unter der Führung von Ryan Cohen, der als Mitgründer von Chewy.com bekannt ist und als Symbolfigur der Meme-Stock-Bewegung gilt.

Der Versuch, ausgerechnet eBay – eine der weltweit bekanntesten Online-Handelsplattformen – zu übernehmen, wurde von Beobachtern von Anfang an skeptisch beäugt. Die Frage der Finanzierung eines solch milliardenschweren Deals durch ein Unternehmen von GameStops Größe war dabei ein zentraler Kritikpunkt. eBays klare Absage bestätigt nun, dass der Vorstoß im Sande verlaufen ist.

Für deutsche Anleger, die GameStop-Aktien halten oder an eBay interessiert sind, unterstreicht dieser Vorfall die Risiken, die mit Meme-Stocks und spekulativen Übernahmeofferten verbunden sind. eBay signalisiert mit seiner Reaktion, dass das Unternehmen auf den eigenständigen Kurs setzt und keine Notwendigkeit sieht, sich einem solchen Angebot zu öffnen.

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