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Tesla-Aktie 2031: Robotaxi-Vision als entscheidender Kurstreiber

Tesla-Aktie: Robotaxi-Vision als Kurstreiber – Analyse wagt Prognose bis 2031

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Tesla-Aktie 2031: Robotaxi-Vision als entscheidender Kurstreiber

Die Tesla-Aktie hat in den vergangenen Jahren an Dynamik eingebüßt. Nach einem fulminanten Start seit dem Börsengang 2010 liegt der Kurs des Elektroauto-Pioniers im laufenden Jahr rund 20 Prozent im Minus. Doch die Bullen setzen auf das Robotaxi-Projekt als entscheidenden Wachstumstreiber. Eine aktuelle Analyse von The Motley Fool wagt nun eine Prognose, wie viel die Tesla-Aktie bis 2031 wert sein könnte – und zeigt gleichzeitig die enormen Risiken auf.

Das Kerngeschäft von Tesla bleibt der Verkauf von Elektrofahrzeugen. Insbesondere das Model Y war in den vergangenen drei Jahren das weltweit beliebteste Fahrzeug. Der Großteil des Umsatzes stammt aus dem Autoverkauf. Doch der Börsenwert von Tesla hängt nach Einschätzung von Analysten in noch größerem Maße von anderen Wachstumschancen ab – allen voran dem Robotaxi-Projekt.

Die Robotaxi-Vision als zentraler Werttreiber

Die Bedeutung des Robotaxi-Geschäfts für Tesla zeigt sich an der Reaktion der Aktie auf verschiedene Ereignisse. So fiel der Kurs nach der Bekanntgabe der EV-Lieferungen für das zweite Quartal, obwohl diese die Analystenschätzungen deutlich übertroffen hatten. In den Tagen vor der Vorstellung des Cybercab – einem speziell für die Robotaxi-Flotte entwickelten Zweisitzer – stieg die Aktie dagegen wieder an. Nach einer enttäuschenden Premiere des Cybercab, der nicht für die Öffentlichkeit zugänglich war und schnell von einer bundesweiten Sicherheitsuntersuchung begleitet wurde, gab der Kurs erneut nach.

Um das Potenzial des Robotaxi-Geschäfts zu veranschaulichen, legt die Analyse konkrete Zahlen zugrunde. Elon Musk hatte einst prognostiziert, dass die Flotte bis 2025 eine Million Fahrzeuge umfassen werde. Dies ist nicht eingetreten. Sollte Tesla dieses Ziel jedoch bis 2031 erreichen, ergeben sich beeindruckende Rechnungen: Bei durchschnittlich 20 Fahrten pro Tag zu je 20 Dollar pro Fahrt käme ein täglicher Umsatz von 400 Millionen Dollar zusammen – das entspricht einem Jahresumsatz von 146 Milliarden Dollar.

Zum Vergleich: Der Umsatz von Tesla über die letzten zwölf Monate beträgt 103,6 Milliarden Dollar, der Nettogewinn liegt bei 3,9 Milliarden Dollar. Unter den genannten Annahmen könnte sich der Umsatz bis 2031 mehr als verdoppeln, während auch die Nettogewinne deutlich steigen könnten.

Die Wirtschaftlichkeit der Robotaxi-Flotte

Die entscheidende Frage ist, wie sich diese Umsätze in tatsächliche Gewinne übersetzen lassen. Im Kerngeschäft mit Elektrofahrzeugen erzielt Tesla zwar bei jedem verkauften Auto einen Gewinn, verdient aber an jedem danach verkauften Fahrzeug relativ wenig. Die Abonnements für die Full-Self-Driving-Software (FSD) bringen lediglich 99 Dollar pro Monat ein.

Anders sieht es bei der Robotaxi-Flotte aus: Unter den angenommenen Auslastungsbedingungen würde jedes Fahrzeug jährlich 146.000 Dollar generieren – ein Vielfaches seiner Herstellungskosten. Selbst wenn man Wartungs-, Lade- und andere Betriebskosten in Höhe der Hälfte des Umsatzes jedes Fahrzeugs ansetzt, verbleibt ein operativer Gewinn pro Fahrzeug von 73.000 Dollar jährlich. Die Wirtschaftlichkeit des Robotaxi-Geschäfts könnte damit weitaus profitabler sein als der Kern-EV-Bereich.

Risiken und Unsicherheiten im Überblick

Die Analyse von The Motley Fool weist jedoch ausdrücklich auf die erheblichen Risiken hin. Wird Tesla tatsächlich bis 2031 auf eine Million Robotaxis kommen? Könnte der Wettbewerb die Gebühren pro Fahrt unter Druck setzen oder dazu führen, dass es täglich nur sehr wenige Fahrten gibt – vielleicht weniger als zehn? Und wie steht es um das regulatorische Umfeld und die Akzeptanz von Robotaxis in der Bevölkerung?

Bereits geringfügige Änderungen einzelner Annahmen, etwa bei der durchschnittlichen Anzahl von Fahrten pro Tag oder der Größe der Tesla-Flotte, verändern das Endergebnis erheblich. Die Spanne möglicher Ergebnisse ist daher breit.

Hinzu kommen Bewertungsbedenken: Tesla wird derzeit zum 154-fachen der erwarteten Gewinne gehandelt. Selbst bei guter Skalierung des Robotaxi-Projekts könnte das Unternehmen schlechter abschneiden, wenn der Markt seine Erwartungen anpasst und Tesla ein niedrigeres Kurs-Gewinn-Verhältnis zuweist.

Alternatives Szenario und Fazit

Die Analyse hält es für wahrscheinlich, dass Tesla bis 2031 nicht annähernd eine Million Robotaxis erreichen wird. Gründe dafür sind die zahlreichen Rückschläge beim Ausbau des Robotaxi-Geschäfts, der harte Wettbewerb durch Waymo und andere Anbieter, potenzielle regulatorische Hürden sowie die Bedenken vieler Verbraucher hinsichtlich der Sicherheit autonomer Fahrzeuge.

Das Kern-EV-Geschäft sollte jedoch weiter wachsen. Zudem dürften steigende Umsätze mit hoher Marge aus FSD-Abonnements die unternehmensweiten Margen stützen. Bei einem durchschnittlichen jährlichen Gewinnwachstum von 20 Prozent über die nächsten fünf Jahre und einem Rückgang des Forward-KGV von aktuell 154 auf 100 bis 2031 könnte Tesla eine Marktkapitalisierung von etwa 2,3 Billionen Dollar erreichen. Das entspräche einem annualisierten Wachstum von rund 10,1 Prozent.

Für Anleger mit hoher Risikobereitschaft bietet die Tesla-Aktie angesichts des enormen Aufwärtspotenzials durchaus Chancen. Das Abwärtsrisiko ist jedoch ebenso massiv. Die Unsicherheit bleibt hoch, und die tatsächlichen Renditen könnten am Ende weitaus höher oder niedriger ausfallen.

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