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Talarico greift Musk an: „Texas ist nicht zum Verkauf"

Im Senatswahlkampf in Texas eskaliert der Streit zwischen James Talarico und Elon Musk vor den Zwischenwahlen.

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Talarico greift Musk an: „Texas ist nicht zum Verkauf"

Die Kampagne von James Talarico hat am Donnerstag mit Gegenschlägen gegen Elon Musk reagiert und den größten Geldgeber des Wahlzyklus 2026 für seine Finanzspritze im Senatswahlkampf in Texas zur Rede gestellt. Dies geschah inmitten eines anhaltenden Konflikts zwischen dem demokratischen Kandidaten für den US-Senat in Texas und dem reichsten Mann der Welt. Ein Video, das vom Konto der Talarico-Kampagne am Donnerstag auf X gepostet wurde, zeigt einen neuen Werbespot, der Musk wegen seiner rekordverdächtigen Ausgaben zugunsten des republikanischen Kandidaten Ken Paxton kritisiert und ihm sagt: „Texas ist nicht zum Verkauf.“ Der neue Spot erschien weniger als zwei Wochen vor den Zwischenwahlen und mitten in einem anhaltenden Streit zwischen Talarico und Musk.

Der Konflikt zwischen den beiden war zuletzt deutlich schärfer geworden. In einem Beitrag auf X am Mittwoch sagte Musk: „An James Talarico ist etwas zutiefst Falsches.“ Und am Donnerstag schrieb er auf X, dass „Talarico Texas und Amerika hasse“, während er ein Video über Anforderungen an einen Ausweis bei der Stimmabgabe weiterleitete. Talarico schlug am Mittwoch zurück und antwortete auf den früheren Beitrag: „An einem politischen System, das es einem einzigen Billionär erlaubt, sich seinen eigenen US-Senator zu kaufen, ist etwas zutiefst Falsches.“

Rekordausgaben von Elon Musk

Im Zentrum des Streits stehen die finanziellen Mittel, die Musk in den Wahlkampf einbringt. Der CEO von Tesla und SpaceX hat nach Berechnungen von CNBC bisher rund 366 Millionen US-Dollar in insgesamt 40 Rennen bei den Zwischenwahlen ausgegeben, wodurch Musk zum größten einzelnen Spender des Zyklus wurde. Ein Großteil dieser Ausgaben stammt aus Texas, wo er sein Unternehmenshauptquartier und seinen persönlichen Hauptwohnsitz verlegt hat. Mindestens 189,6 Millionen US-Dollar von Musks politischem Engagement wurden durch verschiedene Methoden zugunsten von Paxton eingesetzt, des republikanischen Kandidaten für den US-Senat in Texas und Talaricos Gegner.

Die Dimension dieser Summen ist bemerkenswert und dürfte auch für deutsche Beobachter von Bedeutung sein, zeigt sie doch, wie stark einzelne Milliardäre die politische Landschaft der USA prägen können. Die texanische Senatswahl gilt damit nicht nur als regionales Rennen, sondern als Symbol für die wachsende Rolle des privaten Kapitals in der amerikanischen Politik.

Umfragen sehen Talarico leicht vorne

Trotz der massiven finanziellen Unterstützung für seinen Gegner liegt Talarico in den Umfragen derzeit vorn. Eine Durchschnittsbetrachtung von Umfragen, die von FiftyPlusOne aggregiert wurden, zeigt, dass Talarico per 23. Oktober einen Vorsprung von drei Prozentpunkten vor Paxton hat. Der Streit zwischen Talarico und Musk war zuletzt zu einem zentralen Thema des Wahlkampfs geworden, das beide Seiten offenbar gezielt für ihre Mobilisierung nutzen.

Musk selbst hatte sich zuvor nicht nur in Texas, sondern auch in zahlreichen anderen Rennen des Zyklus engagiert. Mit einem Gesamtvolumen von rund 366 Millionen US-Dollar über 40 Wahlkämpfe hinweg unterstreicht sein Engagement die wachsende Verflechtung zwischen wirtschaftlicher Macht und politischer Einflussnahme in den Vereinigten Staaten.

Für deutsche Anleger ist der Fall insofern relevant, als die politischen Rahmenbedingungen in den USA – von der Regulierung bis zur Fiskalpolitik – erheblichen Einfluss auf die Märkte und damit auf die eigene Geldanlage haben können. Der texanische Wahlkampf ist damit mehr als eine lokale Auseinandersetzung: Er zeigt beispielhaft, wie sich der Einflussvermögen einzelner Unternehmer auf die politische Willensbildung auswirken kann.

Ob die rekordverdächtigen Ausgaben Musks am Ende den Ausschlag geben werden, bleibt offen. Klar ist: Der Ton zwischen Talarico und dem reichsten Mann der Welt ist rau, und der Streit dürfte bis zum Wahltag nicht abreißen.

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