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James Talarico kontert Elon Musk im teuren Rennen um Texas-Senatssitz

Der Demokrat James Talarico wehrt sich gegen Elon Musks Angriff – im millionenschweren Kampf um den Senatssitz in Texas.

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James Talarico kontert Elon Musk im teuren Rennen um Texas-Senatssitz

James Talarico, der demokratische Bewerber um einen Sitz im US-Senat aus Texas, hat am Mittwochabend mit scharfen Worten auf Angriffe von Elon Musk reagiert. Zuvor hatte der Tech-Milliardär wenige Stunden zuvor in einem Post auf der Plattform X erklärt: „Mit Talarico stimmt etwas zutiefst Falsches." Der Schlagabtausch markiert einen Höhepunkt im Rennen um einen der umkämpftesten Senatssitze der Vereinigten Staaten.

Bereits am Mittwoch hatte Talarico während einer Wahlkampfrede im UH Hilton auf dem Hauptcampus der University of Houston Musk öffentlich kritisiert. Der wechselseitige Beschuss zwischen dem Demokraten und dem CEO von SpaceX und Tesla erfolgte nur fünf Tage, nachdem bekannt geworden war, dass Musk im September 158 Millionen US-Dollar an ein republikanisches Super PAC gespendet hatte.

Das Geld floss an den Senate Leadership Fund und landete bei Texas PAC, einer Gruppe, die Talaricos Gegner unterstützt: den republikanischen Kandidaten Ken Paxton, den Generalstaatsanwalt von Texas. Zusätzlich überwies Musk 10 Millionen US-Dollar an das Lone Star Liberty PAC, eine weitere Gruppierung, die hinter Paxton steht. Diese umfangreichen Finanztransfers tätigte Musk zu einem Zeitpunkt, als Umfragen zeigten, dass Paxton im Rennen hinter Talarico lag.

Ein Rekord bei den Spendeneinnahmen

Auf der Einnahmenseite kann Talarico dagegen deutliche Erfolge vorweisen. Seine Kampagne gab letzte Woche bekannt, dass er im dritten Quartal dieses Jahres 64 Millionen US-Dollar eingesammelt habe. Nach Angaben der Kampagne ist dies die höchste Summe, die jemals für einen Senatskandidaten in einem dritten Quartal gemeldet wurde.

Zum Vergleich: Die Kampagne von Paxton sammelte im selben Quartal lediglich 18 Millionen US-Dollar. Damit verfügt Talarico über einen erheblichen finanziellen Vorsprung, auch wenn Musks millionenschwere Unterstützung für seinen Gegner diesen Abstand verringern dürfte. Paxton hatte sich zu Beginn des Jahres in der republikanischen Vorwahl gegen den amtierenden Senator John Cornyn durchgesetzt. Seine Kampagne reagierte zunächst nicht auf eine Anfrage zur Stellungnahme.

Bedeutung für den Wahlkampf

Der Streit zwischen Talarico und Musk ist Teil einer wachsenden Politisierung der Tech-Elite in den USA. Musk, der sowohl SpaceX als auch Tesla führt, hat sich in den vergangenen Jahren zunehmend in politische Debatten eingemischt und unterstützt republikanische Kandidaten mit erheblichen Summen. Für deutsche Anleger ist die Entwicklung insofern relevant, als Musks politisches Engagement auch die öffentliche Wahrnehmung seiner börsennotierten Unternehmen prägt.

Das Rennen um den Senatssitz in Texas zählt angesichts dieser Summen zu den finanziell aufwendigsten Wahlkämpfen des Jahres. Mit einem Rekord bei den Spendeneinnahmen auf der einen und massiver finanzieller Unterstützung durch Musk auf der anderen Seite stehen sich zwei Lager gegenüber, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Wie sich der Schlagabtausch auf den Ausgang der Wahl auswirkt, bleibt abzuwarten.

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