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Steuerbonus für Kohle im US-Stahlsektor

Trumps Gesetz stuft metallurgische Kohle als kritisches Mineral ein – Export nach China profitiert

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Steuerbonus für Kohle im US-Stahlsektor

Metallurgische Kohle, die bei der Stahlherstellung verwendet wird, soll künftig von einer neuen Steuervergünstigung profitieren, die im Rahmen von Präsident Donald Trumps aktuellem Gesetzesvorhaben enthalten ist. Die sogenannte „One Big Beautiful Bill“, die kürzlich in einer überarbeiteten Fassung vom US-Senat veröffentlicht wurde, sieht eine Produktionssteuergutschrift in Höhe von 2,5 Prozent der Kosten für diese spezielle Kohleart vor. Die Steuererleichterung gilt für „kritische Mineralien“ – eine Einstufung, die metallurgischer Kohle zuvor nicht zugesprochen wurde.

Hintergrund dieser Änderung ist eine Anordnung Trumps aus dem April, die Energieminister Chris Wright beauftragte, zu prüfen, ob metallurgische Kohle als kritisches Mineral gelten kann. Wright, vormals CEO eines Fracking-Unternehmens, bestätigte dies im Mai. Durch die neue Klassifizierung fällt metallurgische Kohle nun unter förderfähige Rohstoffe, die für fortschrittliche Produktionsverfahren notwendig sind.

Der Steuerbonus könnte für Produzenten dieser Kohleart in den kommenden zehn Jahren eine Entlastung in Höhe von mehreren Hundert Millionen Dollar bedeuten. Da ein Großteil der US-amerikanischen metallurgischen Kohle exportiert wird, unter anderem nach China, könnte das Gesetz erhebliche internationale Auswirkungen haben. Kritiker wie Sonia Aggarwal von der Organisation Energy Innovation warnen, dies könnte klimapolitische Fortschritte gefährden. Auf der Plattform X erklärte sie, die Regelung sende „hunderte Millionen US-Steuergelder nach China, um dreckigen Stahl zu subventionieren“.

Robbie Orvis, Analyst derselben Organisation, schätzte die Subvention auf rund 300 Millionen Dollar für Lieferungen nach China. Er sieht darin eine potenzielle Wettbewerbsverzerrung zulasten amerikanischer Stahlhersteller. Die Förderung sei ursprünglich für Mineralien gedacht, die etwa in Verteidigungstechnologien Anwendung finden, nicht aber für Kohle.

Befürworter des Gesetzes sehen in der steuerlichen Entlastung dagegen eine Stärkung der nationalen Wirtschaft. Conor Bernstein, Sprecher des National Mining Association, lobte die Maßnahmen als Impuls für Industrie, Arbeitsplätze und das produzierende Gewerbe in den USA. Die Metallurgical Coal Producers Association of West Virginia äußerte sich bislang nicht zur konkreten Wirkung der Regelung auf ihre Mitglieder.

In West Virginia, einem der führenden Bergbaustaaten der USA, kam es zuletzt zu zahlreichen Entlassungen im Bereich metallurgische Kohle. Ben Beakes, Präsident des dortigen Branchenverbands, machte hierfür öffentlich gestiegene Kosten durch Inflation verantwortlich.

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