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Asiens Börsen unter Druck: Japan vor Wahl stabil, Australien bricht ein

Technologieaktien belasten regionale Märkte. RBA-Chefin Bullock schockt mit restriktiver Haltung.

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Asiens Börsen unter Druck: Japan vor Wahl stabil, Australien bricht ein

Die asiatischen Aktienmärkte verzeichneten am Freitag überwiegend deutliche Verluste. Technologieaktien gerieten unter Druck, nachdem die Wall Street schwache Vorgaben lieferte. Besonders der Einbruch von Amazon um bis zu 11 Prozent belastete die Stimmung, da Investoren die hohen Ausgabenpläne des Konzerns für 2026 kritisch bewerteten.

Die technologielastigen Börsen in Asien reagierten besonders sensibel. Südkoreas KOSPI brach um 1,7 Prozent ein, während Hongkongs Hang Seng Index 1,3 Prozent verlor. Singapurs Straits Times Index gab um 0,7 Prozent nach. Die S&P 500 Futures fielen um 0,2 Prozent.

Chinas Festlandsbörsen zeigten sich hingegen robust. Die Indizes Shanghai Shenzhen CSI 300 und Shanghai Composite bewegten sich in einer engen Handelsspanne. Auch die indischen Märkte blieben vor der erwarteten Zinsentscheidung der Reserve Bank of India weitgehend stabil.

Japans Märkte vor entscheidender Wahl

Gegen den regionalen Trend legten Japans Nikkei 225 und TOPIX um jeweils 0,7 Prozent zu. Alle Augen richten sich auf die nationale Wahl am Sonntag. Umfragen deuten auf einen klaren Sieg von Premierministerin Sanae Takaichis Partei hin.

Eine mögliche Zweidrittelmehrheit von 310 der 465 Sitze im Unterhaus würde Takaichi weitreichende Befugnisse verleihen. Sie könnte dann das Oberhaus überstimmen und den Weg für höhere Staatsausgaben und Haushaltsreformen ebnen. Takaichi hat weitere fiskalische Unterstützung und Steuererleichterungen versprochen, um Haushalte bei steigenden Lebenshaltungskosten zu entlasten.

Während Aktieninvestoren die Aussicht auf Konjunkturimpulse begrüßen, sorgen sich Anleihemärkte um die bereits hohe Staatsverschuldung. Japanische Staatsanleihen gerieten unter Verkaufsdruck.

Australien: RBA-Chefin schockt Märkte

Australiens ASX 200 war der größte Verlierer in Asien und stürzte um bis zu 2 Prozent ab. Auslöser waren restriktive Aussagen von RBA-Gouverneurin Michele Bullock vor dem Parlament. Sie warnte, dass eine stärker als erwartete Binnennachfrage und knappe Kapazitäten die Inflation weiter antreiben würden.

Nur wenige Tage nach der ersten Zinserhöhung seit zwei Jahren machte Bullock deutlich, dass die Zentralbank die Binnennachfrage weiter dämpfen müsse. Ihre Kommentare wurden als deutlich restriktiv eingestuft. Die Märkte preisen nun mindestens eine weitere Zinserhöhung in diesem Jahr ein, was lokale Aktien zusätzlich belastete.

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