Asiatische Börsen unter Druck: KI-Investitionen schüren Anlegerängste
Technologiewerte brechen ein, Bitcoin erholt sich leicht. Südkoreas Kospi verliert 2,7 Prozent.

Die asiatischen Aktienmärkte haben am Freitag deutliche Verluste verzeichnet. Besonders Technologie- und Softwareaktien gerieten unter Druck, während Investoren zunehmend die massiven Investitionspläne von Unternehmen im Bereich künstliche Intelligenz kritisch hinterfragen. Die wachsende Skepsis über die Rentabilität der KI-Ausgaben treibt die Risikoaversion an den Märkten.
Der südkoreanische Kospi brach um 2,7 Prozent ein und verzeichnete damit die heftigsten Verluste in der Region. Der Hang Seng Index in Hongkong gab um 1,1 Prozent nach, während Singapurs FTSE Straits Times Index um 0,7 Prozent fiel. Die asiatischen Börsen folgten damit den nächtlichen Verlusten an der Wall Street, die teilweise durch Anzeichen eines sich abschwächenden US-Arbeitsmarktes ausgelöst wurden.
Kryptomärkte erholen sich leicht
Bitcoin konnte sich im asiatischen Handel um 2,6 Prozent auf 64.747,53 US-Dollar erholen. Die Kryptowährung hatte am Donnerstag ihren größten eintägigen Einbruch seit dem Krypto-Marktcrash von 2022 erlitten und war auf ein Tief gefallen, das zuletzt im Oktober 2024 erreicht wurde. Die Volatilität zog sich damit durch alle Anlageklassen.
Sorgen über KI-Kosten wachsen
"Die Märkte beginnen, sich Sorgen über die steigenden Kosten der künstlichen Intelligenz zu machen", schreiben die Analysten von Maybank in ihrem FX Research & Strategy Bericht. Der gleichzeitige Kurssturz bei Kryptowährungen verschärfe die Nervosität der Anleger zusätzlich. Die massiven Investitionen in KI-Infrastruktur und -Entwicklung werfen zunehmend Fragen nach der Wirtschaftlichkeit auf.
Für deutsche Anleger mit Engagements in asiatischen Technologiewerten bedeutet die aktuelle Entwicklung erhöhte Vorsicht. Die Unsicherheit über die Profitabilität von KI-Investitionen könnte die Märkte auch in den kommenden Wochen belasten.
