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Porsche kämpft mit Absatzrückgang

Schwaches China-Geschäft und Modell-Updates belasten Verkäufe im ersten Halbjahr

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Porsche kämpft mit Absatzrückgang

Porsche hat im ersten Halbjahr des Jahres 2024 einen Rückgang bei den Verkäufen von Sport- und Geländewagen verzeichnet. Von Januar bis Juni wurden weltweit 155.945 Fahrzeuge ausgeliefert, was einem Rückgang von 6,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht. Dieser Rückgang wird auf mehrere Faktoren zurückgeführt, darunter Probleme im China-Geschäft und Updates für wichtige Modelle.

In China, das bisher ein bedeutender Markt für Porsche war, wurden in den ersten sechs Monaten des Jahres 2024 etwa ein Drittel weniger Fahrzeuge verkauft als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Die Volksrepublik ist nun nur noch der drittgrößte Einzelmarkt für Porsche, hinter Nordamerika und Europa. Porsche nannte die angespannte wirtschaftliche Lage in China und einen „Fokus auf einen wertorientierten Absatz“ als Gründe für den Rückgang. Der Porsche-Vorstandsvorsitzende Oliver Blume erklärte im März, dass das Unternehmen bewusst entschieden habe, den dort herrschenden Preiskampf nicht mitzumachen und das Angebot zu verringern. Wohlhabende Chinesen seien derzeit von einer Immobilienkrise betroffen, was die Nachfrage nach Luxusgütern schwächeln lasse. Im Juni räumte Blume ein, dass das Geschäft in China „ausgesprochen anspruchsvoll“ bleibe.

Auch in Nordamerika verzeichnete Porsche einen Rückgang der Exporte um sechs Prozent im Vergleich zum ersten Halbjahr 2023. Dieser Rückgang fiel jedoch geringer aus als zu Jahresbeginn, als zollbedingte Verzögerungen die Auslieferung behinderten. Die Einführung neuer Modelle trug ebenfalls zum Absatzminus bei. Im Jahr 2024 bringt Porsche neue Versionen des Panameras und des Elektrosportwagens Taycan sowie den vollelektrischen Kompakt-SUV Macan auf den Markt. Auch der Klassiker 911 wird einer Auffrischung unterzogen. Zudem wurde bereits 2023 der neue Cayenne eingeführt. Die Übergänge zwischen den Modellreihen seien komplex und führten in einzelnen Märkten und Modellreihen zu Angebotslücken, so das Unternehmen.

In Europa konnte Porsche hingegen ein Absatzplus verzeichnen. In Deutschland stieg die Zahl der ausgelieferten Fahrzeuge um 22 Prozent. Im restlichen Europa verkaufte das Unternehmen rund sechs Prozent mehr Autos. In den Übersee- und Wachstumsmärkten, zu denen Afrika, Lateinamerika, Australien, Japan und Korea gehören, betrug der Rückgang zwei Prozent.

Besonders beliebt war der Sportwagen 911, von dem Porsche rund acht Prozent mehr auslieferte. Auch der Cayenne erfreute sich großer Beliebtheit, mit einem Anstieg der Auslieferungen um 16 Prozent. Rückgänge gab es hingegen bei den Modellen Macan, Panamera und Taycan.

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