Warren Buffetts ETF-Tipp für die Vierzigjährigen: Kaufen und für immer halten
Buffett empfahl 2014 den Vanguard S&P 500 ETF – wegen niedriger Gebühren. Wer damals einstieg, fährt bis heute gut.

Der Kauf eines kostengünstigen Indexfonds gehört zu den einfachsten Strategien, um am Aktienmarkt langfristig Vermögen aufzubauen. Genau diesen Weg hat Warren Buffett dem Durchschnittsanleger immer wieder empfohlen. Der Starinvestor führte das Investmentunternehmen Berkshire Hathaway über 60 Jahre lang mit Renditen, die den Markt übertrafen – und rät dennoch zum breit gestreuten Fonds statt zur Auswahl einzelner Aktien.
Konkret nannte Buffett im Februar 2014 den Vanguard S&P 500 ETF. Als Begründung führte er die außergewöhnlich niedrigen Gebühren dieses Fonds an. Anleger, die diesem Rat damals gefolgt sind, schneiden bis heute sehr gut ab. Der US-Finanzdienst Motley Fool hat den Fall nun aufgegriffen und die Empfehlung aus der Perspektive eines Anlegers in den Vierzigern eingeordnet – mit der Schlussfolgerung, den Fonds zu kaufen und dauerhaft zu halten.
Für deutsche Privatanleger ist der Hinweis insofern von Interesse, als der Vanguard S&P 500 ETF zu den bekanntesten Instrumenten zählt, mit denen sich breit am US-Aktienmarkt partizipieren lässt. Der börsengehandelte Fonds bildet den S&P 500 ab, den Index der größten börsennotierten US-Unternehmen. Das Prinzip ist einfach: Statt einzelne Titel auszuwählen, erwirbt der Anleger einen ganzen Markt in einem einzigen Produkt.
Die Details
Im Zentrum der Empfehlung steht ein börsengehandelter Fonds, der einen diversifizierten Index wie den S&P 500 nachbildet. Nach Buffetts wiederholter Einschätzung ist der Kauf eines solchen ETF die beste Anlageoption für den Durchschnittsanleger. Ausschlaggebend für seine konkrete Nennung des Vanguard S&P 500 ETF im Februar 2014 waren die außergewöhnlich niedrigen Gebühren des Produkts.
Buffetts eigene Bilanz als Investor setzt den Maßstab: Über mehr als 60 Jahre führte er Berkshire Hathaway mit Renditen, die den Markt übertrafen. Dass ausgerechnet ein Mann, der sein Vermögen mit der Auswahl einzelner Aktien aufgebaut hat, dem Normalanleger einen Indexfonds nahelegt, macht den Rat bemerkenswert. Der Fonds bildet den S&P 500 nach – also jenen Index, den Buffett in seinen Äußerungen immer wieder als Referenz nennt.
Wie sich der Vanguard S&P 500 ETF (Ticker VOO) in der Praxis entwickelt hat, zeigt eine Auswertung des US-Finanzportals Motley Fool mit Stand vom 25. September. Demnach hätte, wer vor zehn Jahren 1.000 Dollar in den Fonds investiert hätte, heute ein Vermögen von nahezu 4.200 Dollar. Der Fonds erzielte in diesem Zeitraum eine Gesamtrendite von 318 Prozent. Diese Zahlen setzen den langfristigen Charakter der Empfehlung in konkrete Werte um.
Hintergrund: Was bisher geschah
Bereits am 30.07.2026 berichtete aktien.news, dass Warren Buffett als einer der erfolgreichsten Aktienanleger aller Zeiten gilt und sein Rat für den Durchschnittsanleger überraschend simpel ausfällt: Kaufe einen ETF, der den S&P 500 abbildet. Schon auf der Berkshire-Hathaway-Jahreshauptversammlung 2020 erklärte Buffett, dass „für die meisten Menschen das Beste ist, einen S&P 500 Indexfonds zu besitzen". Es war nicht das erste Mal, dass er sich so klar positionierte: Bereits 2013 gab er bekannt, dass nach seinem Tod 90 Prozent des Barvermögens für seine Frau in einen S&P 500 Indexfonds fließen sollen.
Am 28.09.2026 berichtete aktien.news auf Basis einer Analyse von Motley Fool, dass aus 1.000 Dollar, die vor zehn Jahren in den Vanguard S&P 500 ETF investiert wurden, heute nahezu 4.200 Dollar geworden wären. Der Fonds habe in diesem Zeitraum eine Gesamtrendite von 318 Prozent erzielt, hieß es unter Berufung auf die Wertentwicklung mit Stand vom 25. September.
Am 02.05.2026 berichtete aktien.news, dass Anleger, die für das Alter vorsorgen, vor einer kaum überschaubaren Auswahl an ETFs stehen. Der Bericht empfahl eine klare Strategie: Wer auf kostengünstige, breit diversifizierte Fonds eines etablierten Anbieters setze, finde rasch geeignete Kernbausteine für das Rentenportfolio. Vanguard gilt dabei als einer der beliebtesten ETF-Anbieter weltweit.
Am 04.08.2026 berichtete aktien.news über den Vanguard Total Stock Market ETF als möglichen idealen Einstiegs-ETF. Ausgangspunkt war die Beobachtung, dass viele Depots nach dem KI-Boom kaum noch dem ursprünglichen Plan entsprechen – gefüllt mit Tech-, KI- und Halbleiteraktien, Kryptowährungen, Hochzinsprodukten, Anleihen oder internationalen Aktien. Als eine Option nannte der Bericht, bestehende Positionen in einen einzigen, breit diversifizierten Fonds zu überführen.
Was das für Anleger bedeutet
Für deutsche Privatanleger, die in den Vierzigern sind und einen langen Anlagehorizont haben, veranschaulicht der Fall zwei Dinge. Erstens: Die Kosten eines Fonds sind ein zentraler Faktor, weshalb Buffett die niedrigen Gebühren des Vanguard S&P 500 ETF ausdrücklich hervorhob. Zweitens: Ein breit gestreuter Indexfonds ersetzt die Auswahl einzelner Aktien und bildet einen ganzen Markt ab.
Wer sich mit einem Investment in den US-Markt befasst, sollte beachten, dass der S&P 500 ausschließlich die größten börsennotierten US-Unternehmen umfasst. Der Vanguard S&P 500 ETF konzentriert sich damit auf diesen Markt und nicht auf ein globales Portfolio. Diese Einschränkung ergibt sich unmittelbar aus der Zusammensetzung des abgebildeten Index.
Zu bedenken ist auch, dass die genannten Renditen und Wertentwicklungen aus der Vergangenheit stammen. Die Analyse von Motley Fool bezieht sich auf einen konkreten Zehnjahreszeitraum mit Stand vom 25. September und auf eine Gesamtrendite von 318 Prozent. Daraus lässt sich keine Aussage über die künftige Entwicklung ableiten.
Ausblick
Konkrete Termine oder neue Ankündigungen nennt der Quelltext nicht. Buffett hat seine Empfehlung für einen breit gestreuten Indexfonds über viele Jahre hinweg bekräftigt – von seinem Bekenntnis im Jahr 2013 über seine Äußerung auf der Jahreshauptversammlung 2020 bis zu seiner konkreten Nennung des Vanguard S&P 500 ETF im Februar 2014. Der Rat ist damit kein kurzfristiger Hinweis, sondern eine über Jahre hinweg gleichbleibende Position. Die jüngste Einordnung von Motley Fool greift diese Linie auf und überträgt sie auf einen Anleger in den Vierzigern.
Kurz erklärt
- ETF: Ein börsengehandelter Fonds, der wie eine Aktie an der Börse gekauft und verkauft werden kann.
- Indexfonds: Ein Fonds, der die Wertentwicklung eines Index möglichst genau nachbildet, statt einzelne Werte aktiv auszuwählen.
- S&P 500: Ein US-Aktienindex, der die größten börsennotierten Unternehmen der Vereinigten Staaten umfasst.
