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Ölpreise erholen sich nach vier Tagen Verlustserie

Brent-Rohöl steigt um fast 1,4 Prozent auf 101,71 US-Dollar – Fokus auf UN-Treffen.

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Ölpreise erholen sich nach vier Tagen Verlustserie

Die Ölpreise haben sich am Dienstag von ihrer jüngsten Verlustserie erholt. Nach vier aufeinanderfolgenden Handelstagen mit Kursverlusten zog der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent wieder an.

Im frühen Handel legte der Brent-Preis zur November-Lieferung um fast 1,4 Prozent auf 101,71 US-Dollar zu. Zum Wochenstart war die Sorte zwischenzeitlich sogar unter die psychologisch wichtige Marke von 100 US-Dollar gefallen.

Diplomatische Signale aus New York

Am Dienstag beginnt in New York die Generaldebatte der Vereinten Nationen – das wichtigste Treffen des Jahres. US-Präsident Donald Trump will am Rande der Veranstaltung mit Vertretern der Golfstaaten zusammenkommen. Besonders im Fokus steht jedoch die Möglichkeit eines Treffens mit dem iranischen Präsidenten Massud Peseschkian.

Trump hatte am Wochenende in einem TV-Interview grundsätzlich seine Bereitschaft zu einem solchen Gespräch signalisiert. Zudem ist ein Treffen mit dem chinesischen Staats- und Parteichef Xi Jinping geplant, der vom 23. bis 25. September zu einem Staatsbesuch in die USA reist.

Der Iran-Krieg dauert inzwischen seit fast sieben Monaten an und hat zunehmend auch die Golfstaaten erfasst. Iranische Angriffe sowie die Eskalation mit der Huthi-Miliz gefährden dort Städte, US-Stützpunkte sowie wichtige Öl- und Schifffahrtswege.

Zweifel an greifbaren Fortschritten

„Die Anleger werden auf Fortschritte an der diplomatischen Front achten, wenn Präsident Trump mit den Präsidenten Peseschkian und Xi zusammentrifft“, sagte Hamad Hussain, leitender Ökonom bei Capital Economics, gegenüber Bloomberg. Angesichts der weit auseinanderliegenden Forderungen der USA und des Iran sei jedoch keineswegs sicher, dass die Gespräche konkrete Ergebnisse bringen würden.

Die Versorgungsrisiken im Nahen Osten bleiben indes hoch. In der Straße von Hormus wurde erneut ein Schiff angegriffen. Wie die britische Behörde für Sicherheit in der Schifffahrt (UKMTO) unter Berufung auf Militärquellen mitteilte, wurde ein in den Persischen Golf einfahrender Tanker von einem Geschoss getroffen.

Für Anleger bleibt die Lage damit angespannt. Einerseits könnten diplomatische Fortschritte die Risikoprämie am Ölmarkt senken. Andererseits zeigen die anhaltenden Angriffe auf Handelsschiffe, dass die Sicherheitslage in der Region fragil bleibt. Die kommenden Tage dürften daher richtungsweisend für die weitere Preisentwicklung am Ölmarkt sein.

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