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Ölpreis unter Druck: Trump verspricht Schutz in der Straße von Hormus

Trotz US-Geleitschutz-Ankündigung bleibt Brent über 108 Dollar – fehlende Friedenslösung mit Iran stützt den Markt.

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Ölpreis unter Druck: Trump verspricht Schutz in der Straße von Hormus

Die Ölpreise haben am Montag leicht nachgegeben, nachdem US-Präsident Donald Trump angekündigt hatte, amerikanische Unterstützung für in der Straße von Hormus festsitzende Schiffe bereitzustellen. Brent-Rohöl-Futures fielen bis 04:00 Uhr GMT um 6 Cent oder 0,1 Prozent auf 108,11 Dollar pro Barrel. Die US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) verlor 44 Cent oder 0,4 Prozent und notierte bei 101,50 Dollar pro Barrel.

Bereits am Freitag hatten die Preise deutlicher nachgegeben – Brent schloss 2,23 Dollar niedriger, WTI verlor sogar 3,13 Dollar. Der Markt bleibt dennoch auf erhöhtem Niveau, da ein Friedensabkommen zwischen den USA und dem Iran weiterhin aussteht und der Schiffsverkehr durch die strategisch wichtige Wasserstraße eingeschränkt bleibt.

Geopolitische Unsicherheit als Preistreiber

Priyanka Sachdeva, Analystin bei Phillip Nova, erklärte: „Der breitere Markt wird weiterhin durch anhaltende Versorgungsunterbrechungen und geopolitische Unsicherheit gestützt." Sie ergänzte: „Solange es keine klare und nachhaltige Lösung gibt, die den normalen Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus wiederherstellt, dürften die Ölpreise auf hohem Niveau bleiben, wobei die Risiken weiterhin eher nach oben gerichtet sind."

Trump hatte am Sonntag erklärt, die USA würden Schiffe sicher durch die Straße von Hormus geleiten. Die Verhandlungen zwischen Washington und Teheran wurden über das Wochenende fortgesetzt, wobei beide Seiten die jeweiligen Reaktionen der Gegenseite bewerteten. Trump hat die Sicherung eines Atomabkommens mit dem Iran zur Priorität erklärt. Der Iran hingegen möchte die Atomgespräche bis nach dem Krieg verschieben und zunächst die gegenseitigen Blockaden des Schiffsverkehrs im Golf aufheben.

Die Straße von Hormus ist eine der bedeutendsten Schifffahrtsrouten der Welt. Durch sie fließt ein erheblicher Teil des global gehandelten Rohöls, weshalb jede Störung des Verkehrs dort unmittelbare Auswirkungen auf die internationalen Ölpreise hat. Für deutsche Verbraucher und Unternehmen, die auf Energieimporte angewiesen sind, ist die Entwicklung in dieser Region von besonderer Relevanz.

OPEC+ erhöht Förderziele – Effekt bleibt begrenzt

Parallel dazu gab die OPEC+ am Sonntag bekannt, die Ölförderziele für sieben Mitgliedsstaaten im Juni um 188.000 Barrel pro Tag anzuheben. Es handelt sich dabei um den dritten monatlichen Anstieg in Folge. Die Erhöhung entspricht der für Mai vereinbarten Menge, abzüglich des Anteils der Vereinigten Arabischen Emirate, die das Bündnis am 1. Mai verlassen haben.

Analysten und Marktteilnehmer sehen die Produktionserhöhung jedoch mit Skepsis. Das höhere Fördervolumen werde weitgehend nur auf dem Papier bestehen bleiben, solange der Iran-Krieg die Ölversorgung im Golf durch die Straße von Hormus weiterhin stört. Tatsächliche Entlastung am Markt ist damit vorerst nicht zu erwarten.

Die Kombination aus geopolitischer Unsicherheit, eingeschränktem Schiffsverkehr und stockenden Friedensverhandlungen lässt die Ölpreise auf erhöhtem Niveau verharren. Solange keine nachhaltige diplomatische Lösung in Sicht ist, dürfte der Aufwärtsdruck auf die Energiepreise anhalten – mit entsprechenden Folgen für Verbraucher und Wirtschaft weltweit.

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