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Goldpreis steigt wegen schwachem Dollar und Trump-Erwartungen

Investoren blicken auf Zölle, Inflation und künftige Zinspolitik der US-Notenbank

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Goldpreis steigt wegen schwachem Dollar und Trump-Erwartungen

Die Goldpreise haben sich am Montag aufgrund eines schwächeren US-Dollars gefestigt. Die Märkte warten gespannt auf die Rückkehr von Donald Trump ins Weiße Haus und seine anstehende Antrittsrede. Marktbeobachter erhoffen sich Hinweise darauf, welche Auswirkungen seine Wirtschaftspolitik und seine Position zur Zinspolitik haben könnten. Der Preis für Spotgold stieg um 0,2 Prozent auf 2.707,33 US-Dollar pro Unze (Stand 1203 GMT). Die US-Gold-Futures blieben nahezu unverändert bei 2.747,80 US-Dollar, wobei das Handelsvolumen aufgrund des Martin Luther King Jr. Day in den USA dünn ausfiel.

Donald Trump wird um 12:00 Uhr Eastern Time (1700 GMT) vereidigt. Analysten erwarten, dass seine Amtszeit mit erhöhter Marktvolatilität einhergehen könnte. Giovanni Staunovo, Analyst bei UBS, erklärte, dass einige von Trumps geplanten wirtschaftlichen Maßnahmen die Inflation auf einem höheren Niveau halten könnten. Dies würde die Attraktivität von sicheren Anlagehäfen wie Gold weiter erhöhen. Gold wird traditionell als Absicherung gegen Inflation genutzt. Allerdings könnte die Federal Reserve gezwungen sein, aufgrund von Trumps inflationsfördernden Zollplänen die Zinssätze länger hochzuhalten. Dies würde wiederum die Attraktivität von Gold als zinslose Anlage dämpfen.

Trump hat angedeutet, dass er Importzölle in Höhe von bis zu 10 Prozent auf globale Waren einführen könnte. Zudem sind Zölle von 60 Prozent auf chinesische Waren sowie eine Importgebühr von 25 Prozent auf kanadische und mexikanische Produkte im Gespräch. Goldman Sachs schätzt jedoch die Wahrscheinlichkeit, dass Gold selbst von einer 10-prozentigen Einfuhrsteuer betroffen sein könnte, auf lediglich 10 Prozent ein. Als Finanzanlage dürfte Gold weitgehend von solchen Maßnahmen ausgenommen bleiben.

In der vergangenen Woche erreichte der Goldpreis seinen höchsten Stand seit dem 12. Dezember 2024. Dieser Anstieg erfolgte nach der Veröffentlichung von Daten zur Kerninflation, die eine kühlende Entwicklung zeigten. Zudem wirkten sich die äußerungen des Fed-Gouverneurs Christopher Waller, der sich zinsfreundlich äußerte, sowie Berichte über eine schrittweise Einführung von Zöllen positiv auf den Goldmarkt aus. Die Marktteilnehmer preisen derzeit zwei Zinssenkungen im Laufe des Jahres ein, während zuvor nur eine erwartet wurde.

Der Dollar-Index fiel um 0,3 Prozent, wodurch Gold für ausländische Käufer attraktiver wurde. Andere Edelmetalle entwickelten sich hingegen schwächer. Der Silberpreis sank um 0,4 Prozent auf 30,21 US-Dollar pro Unze. Palladium gab um 0,8 Prozent auf 935,20 US-Dollar nach, während Platin um 0,5 Prozent auf 943,13 US-Dollar zurückging.

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