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Goldpreis erreicht fast dreimonatiges Hoch

Schwacher Dollar und politische Unsicherheiten treiben Anleger in Edelmetalle

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Goldpreis erreicht fast dreimonatiges Hoch

Die Preise für Gold sind am Mittwoch auf ein fast dreimonatiges Hoch gestiegen. Die Unsicherheiten rund um die Politik von US-Präsident Donald Trump sowie ein schwächerer Dollar trugen dazu bei, dass Anleger vermehrt in das als sicher geltende Edelmetall investierten. Der Spot-Goldpreis stieg um 0,6 % auf 2.759,83 US-Dollar je Unze. Bereits zu Beginn der Sitzung erreichte er den höchsten Stand seit dem 1. November und näherte sich seinem Rekordhoch von 2.790,15 US-Dollar aus dem Oktober. Auch die US-Gold-Futures legten um 0,4 % auf 2.771,10 US-Dollar zu.

Silber verteuerte sich um 0,1 % auf 30,89 US-Dollar je Unze und lag damit in der Nähe des am 16. Januar erreichten Einmonats-Hochs. Die Entwicklung des Edelmetallmarktes wird aktuell von Unsicherheiten im Zusammenhang mit wirtschaftspolitischen Entscheidungen aus Washington beeinflusst. Die Ankündigung neuer Zölle durch Trump sorgt für Nervosität bei Investoren, die auch die potenziellen Auswirkungen auf Inflation und geldpolitische Entscheidungen bewerten.

Der Dollarindex bewegte sich nahe eines zweiwöchigen Tiefstands. Ein schwächerer Dollar erhöht die Attraktivität von Gold für Investoren, die in anderen Währungen handeln. Experten gehen davon aus, dass die Entwicklung der Edelmetallpreise in den kommenden Wochen stark von politischen Nachrichten aus den USA abhängen wird.

Trump hatte angekündigt, Zölle auf EU-Waren zu verhängen und einen zehnprozentigen Zoll auf chinesische Importe in Betracht zu ziehen. Dies wurde mit der Einfuhr von Fentanyl aus China über Mexiko und Kanada in die USA begründet. Sollte die Federal Reserve aufgrund inflationsfördernder Maßnahmen der US-Regierung die Zinssätze länger hoch halten, könnte die Attraktivität von Gold als Inflationsschutz nachlassen.

Laut einer Umfrage unter Ökonomen wird die US-Notenbank die Zinsen bei ihrer Sitzung am 29. Januar voraussichtlich unverändert lassen. Neben der Zentralbanknachfrage wird erwartet, dass auch die Anlageinvestitionen in Gold steigen und so mögliche Rückgänge in der physischen Nachfrage ausgleichen.

Auch andere Edelmetalle konnten im Handelsverlauf zulegen. Platin verteuerte sich um 0,3 % auf 946,43 US-Dollar je Unze, während Palladium um 0,4 % auf 961,00 US-Dollar stieg.

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