Oktoberfest 2026: Rekordbesuch, steigende Bierpreise und neue Trends
Die Wiesn in vier Grafiken: Besucherrekorde, Bierpreise und veränderte Trinkgewohnheiten

Die Wiesn bleibt das größte Volksfest der Welt – doch die Zahlen zeigen einen klaren Trend: Die Besucher kommen zwar in Scharen, trinken aber weniger Bier und zahlen deutlich mehr dafür.
Im vergangenen Jahr strömten 6,5 Millionen Menschen auf die Theresienwiese. Damit verteidigt das Oktoberfest seinen Titel als größtes Volksfest der Welt. Die Besucherzahl liegt auf dem Niveau der Vorjahre und zeigt: Die Anziehungskraft der Wiesn ist ungebrochen.
Doch der Gang zur Maß wird zunehmend teurer. Der Preis für den Liter Bier hat sich binnen zwei Jahrzehnten mehr als verdoppelt. Die Inflation macht auch vor dem Festzelt nicht halt. Was 2006 noch für rund sieben Euro über die Theke ging, kostet heute ein Vielfaches.
Weniger Bier, mehr Verluste
Interessant ist die Entwicklung beim Bierkonsum: Die Gäste trinken in den vergangenen Jahren tendenziell weniger. Der Pro-Kopf-Verbrauch an Maßkrügen ist leicht rückläufig. Ob dies an den gestiegenen Preisen liegt oder an einem veränderten Trinkverhalten, lässt die Statistik offen.
Beim Feiern, Tanzen und Schunkeln geht zudem so manches verloren. Im Jahr 2025 wurden insgesamt 4250 Fundstücke registriert. Die Bandbreite reicht von Kleidungsstücken über Geldbörsen bis hin zu kuriosen Gegenständen.
Eine Wiesn-Wirtin berichtet: „Seit alle tanzen, ist es mit den Schlägereien weniger geworden." Die Stimmung auf dem Volksfest sei insgesamt friedlicher geworden – ein Trend, der sich auch in den Fundbüros widerspiegelt.
Fazit für Anleger
Für Anleger bietet das Oktoberfest indirekte Einblicke in Konsumtrends. Die steigenden Bierpreise zeigen die Preissetzungsmacht der Wirte – ein positives Signal für die Getränkeindustrie. Der leicht rückläufige Bierkonsum könnte dagegen auf langfristige Veränderungen im Trinkverhalten hindeuten, was für Brauerei-Aktien relevant ist.
Die stabil hohen Besucherzahlen unterstreichen zudem die Widerstandsfähigkeit des Konsums bei Großveranstaltungen – ein Indikator für die gesamte Veranstaltungs- und Gastronomiebranche.
