NuScale Power: Entscheidender Katalysator für Anleger steht bevor
Die Aktie des SMR-Pioniers fiel 75% – nun entscheidet ein Deal über die Zukunft.

NuScale Power (SMR-2,73%) könnte bald mit dem Bau der weltweit größten Anlage für kleine modulare Reaktoren (SMR) beginnen. Das Unternehmen ist bislang das einzige, das von den US-Aufsichtsbehörden die Genehmigung für ein SMR-System erhalten hat. Doch die Aktie des Pioniers für Mini-Atomkraftwerke ist in den vergangenen zwölf Monaten um rund 75 Prozent gefallen.
SMRs sind im Wesentlichen miniaturisierte Kernkraftwerke. Sie sind pro Megawatt typischerweise teurer als konventionelle Kernkraftwerke, lassen sich aber schneller bauen und erfordern geringere Vorabinvestitionen. Zudem sind sie modular aufgebaut, was eine spätere Skalierung der Energieerzeugung ermöglicht. Diese Eigenschaften machen sie besonders attraktiv für Unternehmen aus dem Bereich der künstlichen Intelligenz (KI), die schnell zusätzliche Stromkapazitäten benötigen.
Ein Katalysator, der über die Zukunft entscheidet
Die Begeisterung für SMRs ist in den letzten Jahren stark gestiegen. Für Anleger ist jedoch ein ernüchternder Fakt entscheidend: Weltweit befinden sich zwar rund 80 SMR-Projekte in verschiedenen Entwicklungsstadien, aber noch nie wurden zwei davon tatsächlich realisiert. Historisch gesehen sind mehr SMR-Projekte gescheitert, als erfolgreich waren.
Ein einschneidendes Ereignis war das Jahr 2023, als NuScales damaliger größter Kunde aufgrund steigender Kosten aus dem Deal ausstieg. Ein Branchenanalyst warnte damals: „Die finanziellen Schwierigkeiten und Kostentrends, die in diesem Fall beobachtet wurden, werden jedes SMR-Projekt treffen.“
Ungelöste Kundenfrage belastet die Aktie
Die NuScale-Aktie litt im vergangenen Jahr vor allem unter der Unsicherheit bezüglich der Kundenpipeline. Zwar könnte das Unternehmen bald mit dem Bau des weltweit größten SMR-Systems beginnen. Doch der beteiligte Kunde hat bislang keine rechtlich bindende Vereinbarung unterzeichnet – er könnte jederzeit aussteigen.
Anfang dieses Jahres gab der CFO von NuScale den Investoren jedoch einen wichtigen Hinweis: Eine verbindliche finanzielle Vereinbarung könnte bis Ende 2026 unterzeichnet werden. Der Zeitplan könnte sich allerdings leicht bis 2027 erstrecken.
Zwei mögliche Szenarien für Anleger
Sollte ein Deal zustande kommen, würde dies das Geschäftsmodell von NuScale sofort validieren. Die Aktie könnte dann massiv an Wert gewinnen. Kann aus irgendeinem Grund jedoch kein Deal abgeschlossen werden, droht der gesamten Investitionsthese für die Aktie der Zusammenbruch.
Für Anleger, die NuScale noch halten, ist die Lage damit klar: Der bevorstehende Katalysator wird zeigen, ob die Position eine Zukunft hat oder ob der Ausstieg die klügere Entscheidung ist. Die kommenden Monate bis zur möglichen Vertragsunterzeichnung werden richtungsweisend sein.
