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NuScale Power: 80% Kursverfall – übersehene Chance für Anleger?

NuScale Power-Aktie 80% gefallen – Chance für risikofreudige Anleger?

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NuScale Power: 80% Kursverfall – übersehene Chance für Anleger?

Die Aktie des US-amerikanischen Kernkraft-Start-ups NuScale Power ist in den vergangenen zwölf Monaten regelrecht eingebrochen. Vom 52-Wochen-Hoch aus gerechnet notiert das Papier inzwischen 80 Prozent tiefer. Für risikofreudige Anleger könnte sich hier jedoch eine interessante Chance verstecken – vorausgesetzt, der erste große Kundenvertrag kommt endlich zustande.

NuScale Power (SMR) entwickelt sogenannte kleine modulare Kernreaktoren (Small Modular Reactors, SMRs). Diese Technologie gilt als vielversprechender Ansatz für eine dezentrale, emissionsfreie Energieversorgung. Doch das Unternehmen schreibt weiterhin tiefrote Zahlen. Im zweiten Quartal 2026 erwirtschaftete NuScale lediglich 75.000 US-Dollar Umsatz und verzeichnete einen operativen Verlust von 64 Millionen US-Dollar. Das ist für ein Start-up in der Entwicklungsphase nicht ungewöhnlich, unterstreicht aber das erhebliche Risiko dieser Investition.

Lieferkette steht bereit – der erste Kunde fehlt

Trotz der finanziellen Verluste hat NuScale in einem entscheidenden Bereich Fortschritte erzielt: dem Aufbau der Lieferkette. Das Unternehmen bereitet sich aktiv darauf vor, die SMRs zu fertigen, die es eines Tages ausliefern möchte. Teile mit langen Vorlaufzeiten werden bereits produziert. NuScale ist nach eigenen Angaben bereit, sofort mit dem Bau zu beginnen. Was fehlt, ist ein unterschriebener Verkaufsvertrag mit einem ersten Kunden.

Doch genau daran wird intensiv gearbeitet. Gleich zwei potenzielle Abnehmer stehen in den Startlöchern. Die rumänische Gesellschaft RoPower hat bereits grünes Licht für ein Kernreaktorprojekt gegeben, das sechs NuScale-SMRs nutzen könnte. Der Vertrag ist noch nicht unterzeichnet, weil RoPower weiterhin nach einer Projektfinanzierung sucht. Sollte diese Finanzierung zustande kommen, könnte NuScale seinen ersten Verkauf schnell abschließen.

Parallel dazu arbeitet NuScale mit ENTRA1 Energy und der Tennessee Valley Authority (TVA) zusammen. Dieses Projekt könnte nach Angaben des Unternehmens Teil „des größten Programms zur Bereitstellung von Kernkraft in der Geschichte der USA“ werden. Auch hier gilt: Es handelt sich bislang um eine Option, nicht um einen unterschriebenen Vertrag. Sollte ENTRA1 Energy gemeinsam mit der TVA den Plan jedoch umsetzen, könnte dies für NuScale sehr bedeutsam werden.

Hohes Risiko, aber möglicherweise übermäßig negative Bewertung

Die aktuelle Lage von NuScale wirft mehr Fragen auf, als sie beantwortet. Es ist unmöglich vorherzusagen, wann oder ob das Unternehmen seine vielversprechenden Leads in tatsächliche Verkäufe umwandeln kann. Daher handelt es sich um eine hochriskante Investition, die nur für die risikofreudigsten Wachstumsinvestoren geeignet ist.

Der dramatische Kursverfall von 80 Prozent lässt jedoch darauf schließen, dass die anfängliche Euphorie an der Wall Street inzwischen einer übermäßig negativen Bewertung durch enttäuschte Anleger gewichen sein könnte. Sobald NuScale den ersten festen SMR-Vertrag abschließt, könnte die langfristige Wachstumsgeschichte tatsächlich Gestalt annehmen. Für Anleger mit einer hohen Risikobereitschaft und einem langen Atem könnte sich ein genauerer Blick auf die Aktie daher lohnen.

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