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Neuseelands Top-Staatsfonds warnt vor Korrektur an US-Aktienmärkten

Der weltweit bestperformende Staatsfonds rechnet mit sinkenden Renditen und einer Rückkehr zum Durchschnitt.

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Neuseelands Top-Staatsfonds warnt vor Korrektur an US-Aktienmärkten

Der CEO des Verwaltungsteams hinter Neuseelands Staatsfonds hat vor einer bevorstehenden Verlangsamung an den US-Aktienmärkten gewarnt. Jo Townsend, Chefin der Guardians of New Zealand Superannuation, die das 54 Milliarden Dollar schwere Vermögen des Landes verwalten, sprach von einer möglichen Korrektur. Der New Zealand Superannuation Fund wurde Anfang dieses Jahres vom Analyseunternehmen Global SWF als der weltweit bestperformende Staatsfonds seiner Art eingestuft.

Der Fonds verzeichnete im Geschäftsjahr bis Juni eine Rendite von 14,2 Prozent. Das entspricht einem jährlichen Fondswachstum von 9,3 Milliarden neuseeländischen Dollar. Allerdings lag die Performance damit 0,1 Prozentpunkte unter dem eigenen Benchmark-Index. Der Fonds hatte zum Ende des Finanzjahres 2026 einen Wert von 94,4 Milliarden neuseeländischen Dollar (umgerechnet 54,4 Milliarden US-Dollar).

Warnung vor sinkenden Aktienrenditen

Townsend betonte, dass der Fonds im Jahr 2026 außergewöhnlich gut performt habe, warnte jedoch zugleich vor nachlassenden Renditen. „Die Renditen für US-Aktien in den vergangenen zwei Jahren liegen nahe an den doppelt so hohen annualisierten Renditen der letzten 20 Jahre, daher erwarten wir, dass es irgendwann zu einer Rückkehr zum Durchschnitt kommt“, sagte sie in einer Erklärung. Kurzfristig könne ein konzentriertes Portfolio starke Ergebnisse erzielen, doch langfristig sei ein diversifizierteres Portfolio besser geeignet.

Der neuseeländische Vermögensfonds hat über die letzten zwei Jahrzehnte eine durchschnittliche jährliche Rendite von 9,68 Prozent erzielt. Bereits Anfang dieses Jahres hatten die Guardians ihre langfristige erwartete jährliche Rendite von 7,8 auf 7,2 Prozent gesenkt. Townsend begründete dies am Mittwoch mit der Erwartung sinkender Aktienrenditen. Der Fonds habe zudem sein Budget für aktives Risiko reduziert.

Portfolio stark auf US-Tech-Werte ausgerichtet

Die Fondsmanager veröffentlichen alle sechs Monate Daten über ihre Portfoliobeteiligungen. Das jüngste Update, das den Stand Ende Dezember widerspiegelt, zeigt, dass die wertvollste Position des Fonds eine Beteiligung an Nvidia im Wert von drei Milliarden neuseeländischen Dollar war. Apple, <a class="tvreplink" target="_blank" href="https://de.tradingview.com/symbols/Nasdaq%3AMSFT">Microsoft, Alphabet und Amazon komplettieren die fünf größten Positionen. Das gesamte US-Aktienportfolio des Fonds war Ende letzten Jahres 31,7 Milliarden neuseeländische Dollar wert.

Der New Zealand Superannuation Fund wurde 2001 ins Leben gerufen, um die Rentenkosten für die alternde Bevölkerung Neuseelands bezahlbarer zu machen. Neben Aktien investiert der Fonds auch in Holz, Immobilien und private Märkte. Die ersten Auszahlungen aus dem Fonds werden voraussichtlich im Jahr 2054 erfolgen.

Parallel zu Warnung aus Norwegen

Townsend's Einschätzung der künftigen Entwicklung an den Aktienmärkten spiegelt eine jüngste Warnung des Leiters des Verwaltungsteams hinter Norwegens Staatsfonds wider. Nicolai Tangen, CEO von Norges Bank Investment Management (NBIM), sagte vergangenen Monat gegenüber CNBC: „Wir sollten nicht dieselben Renditen erwarten wie in den letzten sechs Monaten.“ NBIM verwaltet den norwegischen Ölstaatfonds im Wert von 2,3 Billionen Dollar, der im ersten Halbjahr einen Rekordgewinn von fast 185 Milliarden Dollar verbuchte.

Für deutsche Anleger ist die Warnung aus Neuseeland ein weiteres Signal, die hohe Bewertung insbesondere des US-Technologiesektors kritisch zu hinterfragen. Die Konzentration der weltweit führenden Staatsfonds auf wenige große Tech-Werte birgt das Risiko einer Korrektur, falls sich die Konjunktur eintrübt oder die Zinsen länger hoch bleiben.

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