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Morgan Stanley: So positionieren Sie Ihr Portfolio für die nächste KI-Welle

Analysten um Stephen Byrd empfehlen einen Barbell-Ansatz: KI-Enabler halten und in neue KI-Adopter wie Transport und Immobilien diversifizieren.

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Morgan Stanley: So positionieren Sie Ihr Portfolio für die nächste KI-Welle

Die Aktienrally bei KI-Hardware ist aus Sicht von Morgan Stanley noch nicht ausgereizt. Dennoch raten die Analysten der US-Investmentbank Anlegern, ihr Engagement breiter aufzustellen. In einer am Donnerstag veröffentlichten Notiz empfehlen sie einen sogenannten „Barbell"-Ansatz für Investitionen in künstliche Intelligenz.

Das Bild der Hantel beschreibt eine Strategie mit zwei Gewichten an den entgegengesetzten Enden. Auf der einen Seite stehen die klassischen KI-Investments, die der Bericht als „KI-Enabler" bezeichnet. Dazu zählen Chip-Hersteller, die im Kern des Ausbaus der KI-Infrastruktur stehen. Diese Unternehmen profitieren weiterhin vom Aufbau jener Rechenkapazitäten, die für Training und Betrieb von KI-Modellen benötigt werden.

Auf der anderen Seite der Hantel rücken die „KI-Adopter" in den Fokus. Gemeint sind Unternehmen, die KI nicht selbst entwickeln, sondern zunehmend in ihre Geschäftsprozesse integrieren. Der Bericht nennt ausdrücklich die Transport- und die Immobilienbranche als Beispiele für Sektoren, die beginnen, die Vorteile der KI zu realisieren.

Zwei Enden, ein Portfolio

Verantwortet wird die Analyse von einem Analystenteam unter der Leitung von Stephen Byrd. Die Kernaussage: Es besteht weiterhin Aufwärtspotenzial für KI-Hardware-Aktien, doch die Chancen verteilen sich zunehmend breiter über die Wirtschaft. Künstliche Intelligenz kommt nach Einschätzung der Analysten immer stärker auch neuen Arten von Unternehmen zugute. Für Anleger bedeutet das, dass ihr KI-Portfolio möglicherweise angepasst werden muss.

Der Barbell-Ansatz verbindet damit zwei unterschiedliche Risiko- und Renditeprofile. Die Enabler-Seite steht für das direkte Infrastrukturgeschäft und die damit verbundene Wachstumsdynamik. Die Adopter-Seite setzt dagegen auf Unternehmen, bei denen die KI-Nutzung erst am Anfang steht und sich erst nach und nach in den Ergebnissen niederschlägt.

Was das für Anleger bedeutet

Wer sein Portfolio bisher stark auf Chip-Werte und andere Infrastruktur-Anbieter ausgerichtet hat, könnte nach Einschätzung von Morgan Stanley von einer breiteren Aufstellung profitieren. Die Empfehlung lautet nicht, sich von den Enablern zu trennen, sondern sie mit Adoptern zu kombinieren. Die Hantel bleibt also auf beiden Seiten besetzt.

Für deutsche Privatanleger ist die Einordnung insofern relevant, als KI-Investments hierzulande häufig über einzelne, sehr bekannte Technologiewerte oder über thematische Fonds abgebildet werden. Eine solche Konzentration setzt stark auf die Fortsetzung eines einzigen Trends. Der Barbell-Ansatz erweitert diese Sichtweise um Branchen, die von der KI-Verbreitung erst in einer späteren Phase profitieren könnten.

Der Bericht liefert damit eine strukturelle Orientierung statt einer kurzfristigen Handelsempfehlung. Im Mittelpunkt steht die Frage, wo im Verlauf der KI-Welle die nächsten Gewinner entstehen könnten. Morgan Stanley sieht sie nicht nur bei den Herstellern der Infrastruktur, sondern zunehmend auch bei den Anwendern.

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