Mexikos Inflation steigt im Januar – Banxico pausiert Zinssenkungen
Die mexikanische Inflation hat sich im Januar auf 3,79% beschleunigt und liegt damit knapp über den Erwartungen. Die Kerninflation kletterte deutlicher auf 4,52%, was die Entscheidung der Zentralbank Banxico stützt, den Zinssenkungszyklus vorerst zu unter

Die Inflationsrate in Mexiko hat sich im Januar 2025 beschleunigt und damit die jüngste geldpolitische Entscheidung der mexikanischen Zentralbank bestätigt. Laut dem nationalen Statistikinstitut stiegen die Verbraucherpreise im Jahresvergleich um 3,79% – ein leichter Anstieg gegenüber dem Dezember-Wert von 3,76%. Die Markterwartungen von 3,82% wurden dabei knapp verfehlt.
Kerninflation überschreitet Zielkorridor
Besonders aufmerksam beobachten Anleger die Kerninflation, die volatile Preise für Lebensmittel und Energie ausklammert. Diese wichtige Kennzahl beschleunigte sich deutlicher als erwartet auf 4,52% im Januar, verglichen mit 4,33% im Vormonat. Damit liegt die Kerninflation knapp über der Obergrenze des von der Bank von Mexiko (Banxico) anvisierten Toleranzbereichs von 2% bis 4%.
Die Banxico strebt mittelfristig eine Inflationsrate von 3% an, mit einem Schwankungsbereich von plus oder minus einem Prozentpunkt. Die aktuelle Entwicklung zeigt, dass die Preisstabilität noch nicht vollständig erreicht ist.
Zentralbank unterbricht Lockerungszyklus
Als Reaktion auf die hartnäckige Inflation hat die Banxico am Donnerstag einstimmig beschlossen, ihren Leitzins bei 7% zu belassen. Damit wurde der vor knapp zwei Jahren begonnene Zinssenkungszyklus vorerst unterbrochen. Die mexikanische Zentralbank hatte zuvor schrittweise die Zinsen gesenkt, nachdem diese im März 2023 einen Höchststand von 11,25% erreicht hatten.
Besonders bemerkenswert ist die Revision der Inflationsprognose: Die Banxico erwartet nun erst im zweiten Quartal 2027 eine Rückkehr zur Zielinflation von 3%. Ursprünglich war die Zentralbank von diesem Ergebnis bereits für das dritte Quartal 2026 ausgegangen – eine Verschiebung um drei Quartale.
Bedeutung für Anleger
Für Investoren bedeutet die Zinspause, dass mexikanische Staatsanleihen und der Peso vorerst von höheren Zinsen profitieren könnten. Allerdings bleibt die geldpolitische Ausrichtung restriktiv, was das Wirtschaftswachstum belasten könnte. Die Banxico steht vor dem Dilemma, die Inflation zu bekämpfen, ohne die wirtschaftliche Erholung zu gefährden.
Die nächsten Inflationsdaten und Zinsentscheidungen werden zeigen, ob die Pause nur vorübergehend ist oder ob die Zentralbank ihre Geldpolitik weiter straffen muss, um die Preisstabilität wiederherzustellen.
