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EZB-Falke Kazimir: Geldpolitik bleibt auf Kurs

EZB-Ratsmitglied Peter Kazimir bekräftigt den stabilen geldpolitischen Kurs der Europäischen Zentralbank. Nur eine signifikante Abweichung von der aktuellen Wirtschafts- und Inflationsentwicklung könnte zu einer Kursänderung führen. Die Zinsen dürften dam

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EZB-Falke Kazimir: Geldpolitik bleibt auf Kurs

Das EZB-Ratsmitglied Peter Kazimir hat am Montag klargestellt, dass die Europäische Zentralbank an ihrer aktuellen geldpolitischen Ausrichtung festhalten wird. Der Chef der slowakischen Zentralbank, der als geldpolitischer Falke gilt, betonte in einem Blogbeitrag, dass nur eine erhebliche Verschiebung der Wirtschafts- und Inflationstrends eine Neujustierung rechtfertigen würde.

Basisszenario bleibt bestehen

"Mit Blick auf die Zukunft wäre eine erhebliche Abweichung von unserem Basisszenario erforderlich, damit ich eine Neujustierung der geldpolitischen Einstellungen in Betracht ziehe", schrieb Kazimir. Die Aussage erfolgt nur wenige Tage nach der jüngsten EZB-Sitzung, bei der die Zinssätze unverändert blieben. Seit dem Ende des Zinssenkungszyklus im Juni hält die Notenbank an ihrer stabilen Linie fest.

Inflationsrisiken ausgewogen

Kazimir schloss sich der offiziellen EZB-Position an, wonach die Inflationsrisiken derzeit ausgewogen sind. Diese Einschätzung stehe allerdings unter dem Vorbehalt einer günstigen Entwicklung der Energiepreise. Ein stärkeres Wirtschaftswachstum könnte Aufwärtsdruck auf die Preise ausüben, während eine weitere Aufwertung des Euro durch sinkende Importkosten dämpfend wirken könnte.

Euro-Stärke im Fokus

"Jede weitere Aufwertung muss im Hinblick auf die relative Stärke der Wirtschaftsleistung des Euroraums und letztlich unser mittelfristiges Inflationsziel bewertet werden", erklärte der Zentralbanker. Die EZB strebt mittelfristig eine Inflationsrate von 2% an und geht davon aus, dass die Teuerung um dieses Ziel herum bleiben wird.

Hohe Unsicherheit bleibt

Kazimir warnte jedoch vor anhaltend hoher Unsicherheit in den kommenden Monaten. Die Volatilität dürfte angesichts einer fragilen Gesamtlage bestehen bleiben. Diese Einschätzung spiegelt die vorsichtige Haltung der EZB wider, die trotz stabiler Inflation wachsam bleibt.

Markterwartungen bestätigt

Die klare Positionierung Kazimirs stärkt die Markterwartungen, dass die Geldpolitik der EZB das gesamte Jahr 2026 über stabil bleiben wird. Erst für das Jahr 2027 werden mögliche Zinserhöhungen in Betracht gezogen. Für deutsche Anleger und Sparer bedeutet dies eine fortgesetzte Phase niedriger Zinsen im Euroraum.

EZBPeter KazimirZinspolitikInflationEuropäische Zentralbank

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