Metso präsentiert wegweisende Innovationen für die Mineralverarbeitung
Metso stellte auf dem Metso Summit 2026 neue Technologien vor, die Effizienz und Nachhaltigkeit steigern sollen.

Der finnische Anlagenbauer Metso hat auf seinem Metso Summit 2026 eine Reihe von Innovationen vorgestellt, die die Mineralverarbeitung grundlegend verändern könnten. Das Unternehmen, das im vergangenen Jahr Umsätze von mehr als 8,5 Milliarden australischen Dollar erzielte und bis 2030 auf rund 12 Milliarden Dollar steigern möchte, präsentierte neue Zerkleinerungs-, Sieb-, Mahl-, Flotations- und Digitalprodukte.
„Was ich von Kunden konsequent zu hören bekomme, ist, dass von den Betriebsabläufen erwartet wird, aus jedem Schritt des Prozesses mehr herauszuholen“, sagte Metso-CEO Sami Takaluoma zu Beginn des Gipfeltreffens. „Die Erzqualität verändert sich. Der Zugang zu Wasser ist schwierig. Die Energiemärkte sind weniger vorhersehbar. Hinzu kommt, dass viele Standorte mit Qualifikationslücken und dem ständigen Druck konfrontiert sind, Wartungsarbeiten sowohl schneller als auch sicherer durchzuführen.“
Neue Brechergeneration schließt Portfolio-Lücken
Olli-Pekka Oksanen, Senior Vice President Crushing bei Metso, erläuterte, dass die neuen Primarok-, Optirok- und Durarok-Zerkleinerungsmaschinen Lücken im Produktportfolio schließen. „Wenn die Primärzerkleinerung unterperformt, zahlt alles nachgeschaltete die Preise: Durchsatz, Verfügbarkeit, Sicherheit und Kosteneffizienz über den gesamten Lebenszyklus hinweg“, betonte er.
Der Durarok wurde speziell für weichere, klebrige Speisegüter entwickelt und ermöglicht eine bis zu 40 Prozent höhere Nutzung der Verschleißkomponenten im Vergleich zu alternativen Lösungen. Der Optirok wiederum adressiert die wachsende Nachfrage nach kompakteren Hochleistungs-Zerkleinerungslösungen und reduziert den Gesamtgrundriss sowie die Kapitalausgaben – besonders interessant für unterirdische und semi-mobile Anlagen.
Vertikalwalzenmühle als Gamechanger
Ein besonderer Fokus lag auf der Partnerschaft zwischen Metso und der deutschen Loesche GmbH. Bjorn Nielsen, VP HPGR & Dry Grinding bei Metso, berichtete von vielversprechenden Ergebnissen der Testarbeiten in Adelaide, Südaustralien. Die Metso Loesche VRM (Vertikalwalzenmühle) kombiniert Zerkleinerung, Mahlung, Klassierung und Materialtransport in einem einzigen kompakten System.
„Wir erzielen große Vorteile bei der Energie, können den Wasserverbrauch reduzieren, und all dies in diesem kompakten System“, sagte Nielsen. Die Vertikalwalzenmühle kann sekundär zerkleinertes Speisegut bis zum Endprodukt mahlen und damit Geräte wie HPGR, SAG-Mühlen, Kugelmühlen und Kiesbrecher ersetzen.
Revolution in der Flotationstechnologie
Die „Next-Generation-Coarse-Particle-Flotationstechnologie“ Sampo Cell wird bereits vom chilenischen Kupferbergbauunternehmen Minera Las Cenizas getestet. Antti Rinne, VP Flotation bei Metso, berichtete von erheblichen Gewinnen bei der Gesamtanlagenausbeute. „Seit Jahrzehnten hat die Branche akzeptiert, dass es schwierig ist, größere Mineralpartikel zurückzugewinnen, und bis zu 30 bis 40 Prozent können im finalen Tailings enden“, erklärte er.
Die Sampo Cell benötigt keine obligatorische Vorklassierung und kein Fluidized-Bed-Wasser, was zusätzliche Entwässerungssysteme eliminiert. Eine Einheit deckt den gesamten Partikelgrößenbereich ab und kann überall in der Schaltung angewendet werden.
Digitale Lösungen für messbare Ergebnisse
Neben der Hardware hat Metso stark in digitale Systeme investiert. Arttu-Matti Matinlauri, VP Minerals Digital, stellte das Metso Digital Production Management, Metso Data-driven Performance Analytics und die Metso Safety Performance Platform vor. Die digitalen Leistungsvereinbarungen schaffen Rahmenwerke für langfristige Partnerschaften mit Kunden, die sich auf messbare Leistungsverbesserungen konzentrieren.
Piia Karhu, Präsidentin des Minerals Business, fasste die Strategie zusammen: „Um eine optimale Leistung zu erreichen, ist ein ganzheitliches Verständnis der Mineralogie eines Standorts und des gesamten Fließbildes erforderlich. Jede Innovation adressiert wichtige Herausforderungen, aber gemeinsam zeigen sie, wie intelligentere Lösungen an kritischen Punkten im Fließbild Vorteile freisetzen können.“
