ANZEIGE

Blue Whale nimmt Batterierecycling-Anlage in Oklahoma in Betrieb

US-Unternehmen schließt erste Phase des DOE-Grants ab und steigert Kapazität auf 20.000 Tonnen.

2 Min
Blue Whale nimmt Batterierecycling-Anlage in Oklahoma in Betrieb

Das US-amerikanische Unternehmen für das Recycling von Lithium-Ionen-Batterien, Blue Whale Materials, hat einen bedeutenden Meilenstein erreicht. Die mechanische Fertigstellung der gesamten Produktionslinie in der Anlage in Bartlesville, Oklahoma, wurde abgeschlossen. Die Inbetriebnahme der Linie hatte bereits Anfang dieses Monats begonnen.

Die vollständige Linie befähigt Blue Whale dazu, Lithium-Ionen-Batteriezellen, -Module und -Packs in einem einzigen integrierten Prozess zu verarbeiten. Zum Einsatz kommt dabei die proprietäre Blacksand-Technologie des Unternehmens. Blacksand ist ein thermisch behandeltes, hochwertiges Black Mass, das wertvolle Rohstoffe wie Nickel, Kobalt und Lithium enthält, die aus ausgedienten Batterien sowie Produktionsreststoffen gewonnen werden.

Kapazität auf 20.000 Tonnen gesteigert

Durch die Hinzunahme der Kapazitäten der vollständigen Linie steigt die jährliche Verarbeitungskapazität auf 20.000 Tonnen Batterieeinsatzstoff. Dies entspricht einer deutlichen Steigerung gegenüber den zuvor möglichen 14.000 Tonnen. Da Zellen, Module und Packs nun alle durch eine einzige Linie laufen, kann Blue Whale seine inländischen Kunden umfassend und in großem Maßstab bedienen.

Dieser Meilenstein markiert zudem den Abschluss der ersten Phase des Ausbaugrants des US-Energieministeriums (Department of Energy) in Bartlesville. Das Unternehmen will die Produktion kritischer Mineralien für die US-Lieferkette weiter ausbauen.

CEO und Investor zeigen sich zuversichtlich

Blue Whale CEO Jack Johnson zeigte sich in einer Mitteilung des Unternehmens optimistisch: „Die mechanische Fertigstellung ist der Meilenstein, der die volle Leistungsfähigkeit aktiviert. Das Team hat die gesamte Linie errichtet und abgeschlossen, während der Basistriebwerk weiterlief und weiterhin Lieferungen durchführte.“

Johnson ergänzte: „Die Inbetriebnahme läuft, und unser Fokus liegt nun darauf, die Linie auf ihre Nennleistung zu bringen und unsere Expansion fortzusetzen. Gepaart mit dem kürzlich abgeschlossenen Fundraising-Deal bietet uns die vollständige Linie die Plattform, um unsere Kunden mit verantwortungsvollen und sicheren Recyclingdiensten sowie hochwertigem Blacksand für die inländische Lieferkette kritischer Mineralien zu versorgen.“

Kommerzielle Infrastruktur statt vielversprechender Technologie

Auch der Partner der Investmentfirma Ara Partners, Cory Steffek, bewertet den Schritt positiv. Er erklärte, dass die erfolgreiche Inbetriebnahme einer integrierten Linie, die komplette Batteriepacks bis hin zu einzelnen Zellen verarbeiten kann, den Übergang von vielversprechender Technologie zu wesentlicher kommerzieller Infrastruktur markiere.

„Die Erreichung einer Kapazität von 20.000 Tonnen festigt die Position von Blue Whale als Grundpfeiler der inländischen Lieferkette kritischer Mineralien“, so Steffek.

Ausblick

Die Inbetriebnahme der gesamten Linie wird voraussichtlich bis zum Ende des Jahres andauern. Die Anlage wird ihre erweiterte Kapazität schrittweise erreichen. Für die US-amerikanische Lieferkette für kritische Mineralien ist dies ein wichtiger Schritt, um die Abhängigkeit von ausländischen Rohstoffquellen zu reduzieren und das Recycling von Batterien im großen Maßstab voranzutreiben.

Das Unternehmen positioniert sich damit als wichtiger Akteur im wachsenden Markt für Batterierecycling, der durch die zunehmende Elektrifizierung des Verkehrssektors und den steigenden Bedarf an Energiespeichern weiter an Bedeutung gewinnt.

Blue Whale MaterialsBatterierecyclingLithium-Ionen-BatterienBlacksand-TechnologieKritische MineralienUs-LieferketteBartlesville Oklahoma

Meistgelesene News

  1. Frankfurter Erbpacht-Schock: 1.900 Prozent mehr für Hausbesitzer
  2. BlackRock-Strategin warnt: Fed-Zinsentscheidung ist nicht die entscheidende Frage
  3. Warsteiner verliert Motel One und Sauerland-Stern als Kunden
  4. Warsteiner Brauerei kämpft mit Krise und Absatzproblemen
  5. Fed-Zinsentscheidung: Märkte zwischen Inflationsdruck und Stabilisierung

Disclaimer