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Lynas kauft Meteoric Resources: Broker sehen soliden Deal und Risiken

Der geplante Aktientausch über 968 Millionen australische Dollar bewegt den Seltene-Erden-Sektor und sorgt für neue Kursfantasie.

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Lynas kauft Meteoric Resources: Broker sehen soliden Deal und Risiken

Der australische Seltene-Erden-Produzent Lynas Rare Earths will Meteoric Resources in einem reinen Aktientausch über rund 968 Millionen australische Dollar (A$) übernehmen. Die geplante Transaktion beschäftigt die Analystenhäuser und verschiebt die Bewertungsmaßstäbe im gesamten Sektor. Besonders im Fokus: die Frage, welche Folgen der Deal für Wettbewerber und Aktionäre hat.

Nach Einschätzung des Brokers Euroz Hartleys stellt sich angesichts der Übernahme vor allem eine Frage: „Wie lange wird VMM [Viridis Mining] noch standhalten?“ Das Colossus-Projekt von Viridis grenzt direkt an das Caldeira-Projekt, das Meteoric gehört und nun von Lynas erworben werden soll. Unter der Annahme einer gleichwertigen Behandlung für Viridis impliziert dies laut dem Broker einen Wert von mehr als A$5,00 pro Aktie. Die Viridis-Aktien reagierten deutlich und stiegen um 16% auf A$3,87.

Ord Minnett: „Solider Deal“ mit Abstrichen

Ein anderes Bild zeichnet der Broker Ord Minnett, der die Übernahme für Lynas als „soliden Deal“ bewertet. „Er fügt ein massives Ressourcenangebot hinzu, das strategische Optionen bietet“, so die Einschätzung. Kurzfristig sei der reine Aktientausch allerdings dilutierend für Lynas und bringe einige Genehmigungsrisiken mit sich. Der Nettoinventarwert bei Lynas steigt nach Berechnung von Ord Minnett auf A$7,10 pro Aktie, nach zuvor A$7,60 pro Aktie.

Der Broker hat für Lynas ein „Lighten“-Rating und ein Kursziel von A$14,00 pro Aktie. Beide Angaben werden derzeit überprüft, während eine detaillierte Bewertung des Übernahmepreises abgewartet wird, wie es heißt. Die Lynas-Aktien gaben unterdessen um 5,7% auf A$13,04 nach.

Für Anleger zeigt sich damit ein gespaltenes Bild: Während die Übernahme den strategischen Wert der Rohstoffbasis unterstreicht, belastet die Verwässerung kurzfristig die Lynas-Aktie. Gleichzeitig profitiert der direkte Nachbar Viridis von der neuen Bewertungsfantasie. Der Ausgang der Transaktion hängt maßgeblich von den noch ausstehenden Genehmigungen ab.

Johnson Matthey: Begrenztes Risiko durch Energiekosten

Ein drittes Thema der aktuellen Marktgespräche betrifft den britischen Chemiekonzern Johnson Matthey (JMAT). Nach Einschätzung der Jefferies-Analysten Helena Xu und Marcus Dunford-Castro sollten die Auswirkungen höherer Energiekosten begrenzt sein, und das Geschäft ist gut aufgestellt für nachhaltige Aktionärsrendite. Der Konzern stellt Katalysatoren für Verbrennungsmotoren her, und höhere Energiepreise beschleunigen den Übergang zu Elektrofahrzeugen.

„Wir glauben, dass das Risiko für JMAT begrenzt ist, da seine untergewichtete Exposition gegenüber China, wo die Beschleunigung wahrscheinlich am ausgeprägtesten ist“, schreiben die Analysten. Jefferies bekräftigt sein Kauf-Rating für die Aktie und hebt sein Kursziel von 23,30 Pfund auf 26,60 Pfund an. Die Aktien liegen 1,7% höher bei 24,20 Pfund, sind aber im Jahresverlauf um 17% gefallen.

Die drei Themen zeigen, wie eng Rohstoff-, Energie- und Technologietrends im Sektor Basic Materials verzahnt sind. Während der Rohstoffsektor von Konsolidierung und Bewertungsanpassungen profitiert, hängt die Zukunft spezialisierter Chemieunternehmen stark von der Geschwindigkeit der Antriebswende ab. Für deutsche Anleger lohnt sich der Blick auf die globale Gemengelage, da die genannten Unternehmen an vielen Lieferketten beteiligt sind.

Die Einschätzungen stammen aus den Market Talks von Dow Jones Newswires und der Quelle WSJ Finance. Sie spiegeln die Einschätzungen der genannten Brokerhäuser wider und sind keine Anlageempfehlung.

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