KI-Umsatzvergleich: Chinesische Modelle weit hinter OpenAI und Anthropic
Chinesische KI-Modelle erzielen nur zehn Prozent des Umsatzes von OpenAI und Anthropic.

**KI-Markt im Vergleich: Chinesische Modelle hinken bei Umsatz weit hinterher
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Chinesische KI-Modelle verzeichnen zwar eine rasante Nutzer-Adoption, doch die Einnahmen bleiben weit hinter den US-Wettbewerbern zurück. Laut einem aktuellen Bericht der US-Forschungsgruppe Rhodium Group generieren alle chinesischen KI-Modelle zusammen nur etwa zehn Prozent des Umsatzes, den allein OpenAI und Anthropic erzielen. Die am Donnerstag veröffentlichten Zahlen werfen grundlegende Fragen zur Bewertung der chinesischen KI-Unternehmen auf.
Die Analyse basiert auf der Branchenmetrik „Annual Recurring Revenue“ (ARR), die das aktuelle monatliche Umsatzniveau auf das Jahr hochrechnet. Demnach liegt das ARR von DeepSeek mit 500 Millionen US-Dollar am unteren Ende der großen chinesischen KI-Anbieter. MiniMax folgt mit 800 Millionen Dollar, Moonshot mit einer Milliarde Dollar. Z. ai teilte Anlegern am Mittwoch mit, dass das aktuelle ARR bei 1,8 Milliarden Dollar liege.
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Einnahmenlücke trotz hoher Bewertungen
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Selbst die größeren chinesischen Player können mit den US-Größen nicht mithalten. ByteDance kommt auf vier Milliarden Dollar ARR, Alibaba auf 2,4 Milliarden Dollar. Zum Vergleich: OpenAI generiert allein 40 Milliarden Dollar, Anthropic sogar 65 Milliarden Dollar. Die Diskrepanz zwischen Umsatz und Bewertung ist bei den chinesischen Unternehmen besonders ausgeprägt. Laut Rhodium liegen die Bewertungsmultiplikatoren chinesischer KI-Firmen weit über den 34-fachen Multiplikatoren für OpenAI und den 21-fachen für Anthropic.
Anthropic soll voraussichtlich nächsten Monat an der US-Börse notieren, während OpenAI seine IPO-Pläne auf nächstes Jahr verschoben hat. In China bereiten sich mehrere Unternehmen auf Börsengänge vor. Moonshot hat Berichten zufolge vertraulich einen Börsengang in Hongkong angemeldet, auch DeepSeek soll sich für eine Notierung vorbereiten. Auf Anfrage zur vertraulichen Anmeldung erklärte Moonshot, man nehme nicht zu Marktgerüchten oder Spekulationen Stellung. DeepSeek und Anthropic reagierten nicht auf Anfragen zur Kommentierung.
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Marktvolatilität und staatliche Investitionen
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Die Aktien von Z. ai stiegen am Donnerstagmorgen um mehr als fünf Prozent und erholten sich damit von einem Rückgang früher in dieser Woche, nachdem das Unternehmen seine zweite große Finanzierungsrunde innerhalb von zwei Monaten bekannt gegeben hatte. Die in Hongkong gehandelte Aktie ist jedoch auf Niveaus gefallen, die zuletzt im Frühjahr zu sehen waren, nachdem sie im Sommer kurzzeitig mehr als verdreifacht hatte. Auch die Aktien des Rivalen Minimax haben in den letzten Monaten Schwierigkeiten, sich über den Gewinn am IPO-Tag zu behaupten.
Die Rhodium-Analyse stützt sich auf die neuesten verfügbaren Daten aus diesem Sommer. Die Nutzung chinesischer KI-Modelle ist seit den niedrigeren Niveaus zu Beginn dieses Jahres stark angestiegen. Z. ai erwartet nun, dass sein ARR bis Ende des Jahres drei Milliarden Dollar erreichen wird, gegenüber zuvor prognostizierten 2,4 Milliarden Dollar.
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Open Source als zweischneidiges Schwert**
Ein wesentlicher Unterschied zwischen den Märkten liegt in der Geschäftsmodell-Strategie. Chinesische KI-Labore erkunden Möglichkeiten, um einen größeren Anteil an den Einnahmen von Drittanbietern zu erhalten, die Zugang zu den Modellen anbieten. Die Open-Source-Natur vieler chinesischer Modelle ermöglicht es jedem mit ausreichend leistungsfähiger Hardware, diese unabhängig vom Entwickler herunterzuladen und auszuführen. US-Modelle sind dagegen meist geschlossen, und die Kosten pro Aufgabe für führende KI-Modelle von OpenAI und Anthropic sind laut der KI-Vergleichsfirma Artificial Analysis deutlich höher als die chinesischer Modelle.
Rhodium schätzte zudem, dass mehr als 60 Prozent der Eigenkapitalinvestitionen in chinesische KI-Chips und Server von staatlich verbundenen Quellen stammten. Dies unterstreicht die strategische Bedeutung, die Peking der Künstlichen Intelligenz beimisst, auch wenn die kommerzielle Verwertung noch in den Kinderschuhen steckt.
