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KI-Revolution erschüttert Private-Credit-Branche: Massive Kursverluste bei Fondsmanagern

Softwareinvestments der Branche geraten unter Druck – Ares und Blue Owl verlieren jeweils 10 Prozent

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KI-Revolution erschüttert Private-Credit-Branche: Massive Kursverluste bei Fondsmanagern

Die Aktien großer Private-Credit-Fondsmanager sind am Montag deutlich unter Druck geraten. Ares Management und Blue Owl Capital verzeichneten Kursverluste von jeweils rund 10 Prozent. Apollo Global Management gab um 4,8 Prozent nach, während KKR mit einem Minus von 9,7 Prozent besonders stark betroffen war. Auch Blackstone musste einen Rückgang von 5,2 Prozent hinnehmen.

Auslöser der Verkaufswelle ist die wachsende Sorge um die Zukunft traditioneller Softwareunternehmen. Analysten befürchten, dass viele dieser Firmen durch den rasanten Aufstieg Künstlicher Intelligenz obsolet werden könnten. Immer mehr Unternehmen setzen für ihre technologischen Anforderungen auf KI-Lösungen statt auf herkömmliche Software – eine Entwicklung mit weitreichenden Folgen für die Finanzbranche.

Die Private-Equity- und Private-Credit-Industrie hat im vergangenen Jahrzehnt massiv in Softwareunternehmen investiert. Diese Investments bildeten einen Kernbestandteil vieler fremdfinanzierter Übernahmen, die durch Private-Credit-Fonds finanziert wurden. Die nun einsetzende Neubewertung dieser Beteiligungen trifft die Fondsmanager empfindlich.

Dramatische Verschiebung im Portfolio

Besonders deutlich wird das Risiko bei den Business Development Companies (BDCs), einer boomenden Kategorie von Private-Credit-Fonds. Laut einer Analyse von Barclays machen Softwareinvestments mittlerweile etwa 20 Prozent der BDC-Portfolios aus. Im Jahr 2016 lag dieser Anteil noch bei rund 10 Prozent – eine Verdopplung innerhalb weniger Jahre.

Die starke Konzentration auf Software macht die Fonds nun besonders anfällig für die KI-bedingte Marktkorrektur. Der Abverkauf öffentlich gehandelter Aktien und Schuldtitel von Softwareunternehmen setzt auch die privaten Beteiligungen unter Bewertungsdruck. Experten warnen vor möglichen Abschreibungen in den kommenden Quartalen.

Für deutsche Anleger, die in diese US-Fondsmanager investiert sind, bedeutet dies erhöhte Volatilität. Die betroffenen Unternehmen gehören zu den größten alternativen Vermögensverwaltern weltweit und verwalten zusammen Hunderte Milliarden Dollar. Ihre Geschäftsmodelle basieren maßgeblich auf erfolgreichen Exits aus Softwareinvestments – ein Bereich, der nun fundamental in Frage gestellt wird.

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