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Japanische Grundstückspreise steigen fünftes Jahr in Folge

Immobilienmarkt zeigt stärkstes Wachstum seit Ende der Vermögenspreisblase vor 30 Jahren.

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Japanische Grundstückspreise steigen fünftes Jahr in Folge

Die japanischen Grundstückspreise sind bis zum 1. Juli um 1,5 Prozent im Jahresvergleich gestiegen und markieren damit das fünfte Jahr in Folge mit Zuwächsen. Wie am Dienstag bekannt wurde, bleibt das Wachstumstempo so stark wie seit dem Abflachen der Vermögenspreisblase vor mehr als drei Jahrzehnten nicht mehr.

Der Anstieg entspricht dem Vorjahreswert, der der größte seit einem Gewinn von 3,1 Prozent im Jahr 1991 war. Damals verloren die Immobilienpreise und die Wirtschaft nach Jahren eines überhitzten Wachstums allmählich an Schwung. Die aktuellen Daten deuten darauf hin, dass der japanische Grundstücksmarkt weiterhin durch eine allmähliche wirtschaftliche Erholung gestützt wird.

Die Preise für Wohn- und Gewerbeimmobilien steigen in weiten Teilen des Landes weiter an. Besonders deutlich zeigt sich dies in den Ballungsräumen.

Ballungsräume und touristische Hotspots treiben Wachstum

Die durchschnittlichen Grundstückspreise in den Ballungsräumen Tokio, Osaka und Nagoya stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 4,4 Prozent. Dies entspricht einem Anstieg von 0,1 Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr, wie die Daten zeigten.

Touristische Ziele profitierten weiterhin von einem starken Anstieg der ausländischen Besucher. Ein besonders markantes Beispiel ist Hakuba in der Präfektur Nagano. Dort sprangen die Gewerbegrundstückspreise um 35,6 Prozent nach oben, was die starke Nachfrage in diesem beliebten alpinen Touristenziel widerspiegelt.

Blick der Bank of Japan auf die Immobilienpreise

Die Bank of Japan (BoJ) hat zwar erklärt, dass sie kaum Anzeichen einer Überhitzung bei den Vermögenspreisen sieht. Dennoch wird diese Erhebung wahrscheinlich zu den Faktoren gehören, die sie bei der Entscheidung darüber scrutinisieren wird, wie schnell sie ihre Stimulus-Maßnahmen zurückfahren und die weiterhin niedrigen Zinssätze anheben sollte.

Für deutsche Anleger ist die Entwicklung am japanischen Immobilienmarkt von Interesse, da Japan als drittgrößte Volkswirtschaft der Welt eine wichtige Rolle in den globalen Finanzmärkten spielt. Die anhaltende Erholung des Grundstücksmarktes signalisiert eine Stabilisierung der japanischen Wirtschaft, die lange unter deflationären Tendenzen und einer schwachen Binnennachfrage litt.

Die aktuellen Preisdaten liefern der BoJ wichtige Anhaltspunkte für ihre geldpolitische Ausrichtung. Sollte sich das Wachstum der Grundstückspreise weiter beschleunigen, könnte dies den Druck auf die Notenbank erhöhen, ihre ultralockere Geldpolitik schneller zu normalisieren. Bislang hält die BoJ jedoch an ihrem vorsichtigen Kurs fest und sieht keine Anzeichen für eine Überhitzung.

Die Entwicklung der Grundstückspreise bleibt damit ein wichtiger Indikator für die wirtschaftliche Gesundheit Japans und die künftige Richtung der Geldpolitik. Anleger sollten die weitere Preisentwicklung in den kommenden Quartalen genau im Auge behalten.

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