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HSBC streicht 26.000-Dollar-Zulage für Hongkonger Banker bei Mitgliederklubs

Die britische Großbank kürzt Leistungen im ehemaligen britischen Territorium und gleicht sie an die der privatisierten Hang Seng an.

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HSBC streicht 26.000-Dollar-Zulage für Hongkonger Banker bei Mitgliederklubs

HSBC streicht eine Zulage im Wert von rund 26.000 US-Dollar, mit der Banker in Hongkong subventionierten Zugang zu exklusiven Mitgliederklubs erhielten. Mittel- und höherrangige Beschäftigte verlieren damit ab Januar einen Vorteil, den die Bank bislang im Rahmen ihres Vergütungspakets gewährte. Über die Änderung wurden die Mitarbeiter am Donnerstag per E-Mail informiert, wie zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen berichten.

Konkret übernahm HSBC bisher 50 Prozent des Aufnahmegelds für einen Hongkonger Club – gedeckelt auf 200.000 Hongkong-Dollar, umgerechnet etwa 26.000 US-Dollar. Die Zulage war Teil eines Leistungspakets, das HSBC-Banker dazu bewegen sollte, in dem chinesischen Territorium zu arbeiten. Die Regelung wird schrittweise für Banker der Stufe GCB4 abgeschafft, einer internen Rangstufe für mittelständische Finanzexperten, sowie für deren höherrangige Kollegen.

Klubs als fester Bestandteil des Geschäftslebens

Mitgliederklubs sind in Hongkong tief in der Gesellschaft verankert. Sie dienen oft sowohl als Treffpunkte für Geschäftsbesprechungen als auch als Orte, an denen Familien am Wochenende Zeit miteinander verbringen. Entsprechend hoch sind die Eintrittshürden: Hongkonger Mitgliederklubs verlangen häufig hohe einmalige Aufnahmegebühren zusätzlich zu monatlichen Zahlungen und laufenden Gebühren. Der Foreign Correspondents’ Club etwa verlangt von nicht-professionellen Journalisten eine Aufnahmegebühr von 45.000 Hongkong-Dollar. Wer älter als 33 Jahre ist und dem zum Rosewood gehörenden Carlyle Club beitreten möchte, zahlt 88.000 Hongkong-Dollar.

Der Schritt ist Teil des Versuchs, die Leistungen für HSBC-Banker enger an die ihrer Kollegen bei der lokalen Hang Seng Bank anzugleichen. Die britische Bank hatte Hang Seng in diesem Jahr im Rahmen eines Deals über 14 Milliarden US-Dollar privatisiert. Senior-Banker bei HSBC werden laut einer mit der Angelegenheit vertrauten Person weiterhin von anderen klubbezogenen Vergünstigungen im Territorium profitieren. Die Überarbeitung der Leistungen soll es der Bank zudem ermöglichen, nach den Kürzungen bei Schul- und Klubzuschüssen eine verbesserte Lebens- und Krankenversicherung für die Mitarbeiter anzubieten.

Weitere Kürzungen und laufender Umbau

Die Nachricht folgt auf eine Ankündigung der Bank aus der vergangenen Woche. Danach profitieren neue Banker in Hongkong nicht mehr von subventionierten Schulgebühren – einer langjährigen Vergütung, die auf 38.000 US-Dollar pro Jahr gedeckelt war.

Seit seiner Übernahme im Jahr 2024 hat Chief Executive Georges Elhedery eine weitreichende Umstrukturierung eingeleitet. Sie umfasst unter anderem die Schließung der Bereiche Equity Capital Markets und Mergers & Acquisitions Advisory in den USA und Europa sowie den Rückzug aus einigen Märkten. Die Financial Times berichtete im vergangenen Jahr zudem, dass die Bank ihr 160 Jahre altes internationales Managerprogramm beendet habe – ein Programm zur Entwicklung der nächsten Generation von HSBC-Führungskräften, zu dessen Alumni auch der ehemalige Bankchef Stuart Gulliver zählt.

Zur Begründung der jüngsten Änderungen erklärte HSBC: „Wir konzentrieren uns darauf, unsere Mitarbeiter wettbewerbsfähig zu investieren.“ Weiter hieß es: „Mitarbeiter von HSBC und Hang Seng in Hongkong haben Zugang zu umfassenden Lern- und Entwicklungsmöglichkeiten sowie einem wettbewerbsfähigen Leistungspaket.“

Für deutsche Anleger ist die Entwicklung vor allem ein Signal zur Kostenkontrolle: HSBC setzt seinen Umbau konsequent fort und verzichtet auf teure Standortvorteile, die lange als Anreiz für internationale Spitzenkräfte galten. Ob die Bank damit ihr erklärtes Ziel erreicht, Personal wettbewerbsfähig zu vergüten, dürfte sich an der Fluktuation in der wichtigen Hongkonger Region zeigen.

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